Als mein Yogalehrer uns zum ersten Mal das Nasenkännchen vorführte und dann alle Schüler den Selbstversuch am Waschbecken wagten, dachte ich erst: das schaffe ich nie!  Vorbeugen, Kopf zur Seite neigen, den langen Schnabel des kleinen Porzellankännchens ins obere Nasenloch stecken und das milde Salzwasser “durchlaufen” lassen, so dass es übers andere Nasenloch wieder austritt - gar nicht so einfach!

Es brauchte ein paar Versuche,  ehe ich den richtigen Winkel heraus hatte und das gute Gefühl genießen konnte, das dieses Reinigungsritual (“Neti”) vermittelt.  Die Nase ist danach wunderbar frei, ein paar Tropfen Mandelöl schützen die Schleimhäute zusätzlich vor dem Austrocken. Und welch eine Freude: solange ich täglich eine solche Nasenspülung vornahm, erkältete ich mich nicht mehr!

Wie das kommt? Die Nasenspülung mit dem yogischen Kännchen befreit Nasenschleimhaut und Flimmerhärchen (Cilien) von Nasensekreten, Staub, Pollen und andere Stoffen,  feuchtet sie an und stimuliert die Bewegung der Flimmerhärchen.  Wikipedia schreibt zur Anwendung des Kännchens:

“Der Hauptzweck wird in der Hygiene und der Vorbeugung gegen Krankheiten wie zum Beispiel Erkältungen gesehen. Manche Sänger machen auch Nasenspülungen vor ihren Auftritten. Ferner wird die Nasenspülung von Pollenallergikern angewendet, um die Histamin-Reaktion in der Nase und den Nasenschleimhäuten zu unterbinden.
Die Nasenspülung wird als Alternative zu Medikamenten wie Nasentropfen oder -sprays genutzt. Außer Kochsalz werden keine anderen chemischen Stoffe benötigt. Bei Nebenhöhlenentzündungen wird die Nasenspülung angewandt, um die Zugänge zu den Nebenhöhlen freizuhalten und dort eine Stauung von Sekreten zu vermeiden.”

Die Kännchen-Methode ist genial einfach (wenn man mal den richtigen Winkel gefunden hat). Sie ist preiswert, da nur Wasser und Salz gebraucht wird und extrem wirkungsvoll. Im Grunde sollte sie schon in den Kindergärten gelehrt werden, anstatt Erkältungen als Schicksal zu sehen, gegen die man nichts tun kann. Nasenspülung, Nasenkännchen, Neti, Yoga-Reinigungsritual

# Link | Christiane Bach | Dieser Artikel erschien am Montag, 11. Dezember 2006 um 06:56 Uhr in Prävention | 8213 Aufrufe


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