Rückenschmerzen sind hierzulande keine Seltenheit, sondern eher zur Volkskrankheit geworden. Herkömmliche Behandlungsmethoden mit Medikamenten, Massagen oder Wärmebehandlungen helfen oftmals nur einem Teil der Betroffenen. Anders sieht es bei der Akupunktur aus. Die Arbeit mit Nadeln kann auch bei Rückenschmerzen eine sehr gute Wirksamkeit mit sich bringen.

Das zeigte erst wieder die Studie „German Acupuncture Trials“, kurz GERAC. An der Studie beteiligten sich mehr als 500 Arztpraxen und 390 Patienten. Die Akupunkturbehandlung wurde bei den von Rückenschmerzen betroffenen Patienten über mehrere Wochen durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass bei fast der Hälfte der Patienten (48 Prozent) die Rückenschmerzen zurückgingen. Wurden Patienten dagegen mit Massagen, Spritzen und Wärmebehandlungen therapiert, so konnte sich eine Besserung der Studie zufolge nur bei 27 Prozent der Betroffenen einstellen.

Die Schmerzen im Rückenbereich lassen sich laut Annahmen der traditionellen chinesischen Medizin auf Störungen im Energiefluss des Körpers zurückführen. Um diesen Energiefluss wieder zu normalisieren, werden die Akupunkturnadeln an bestimmten Trigger-, Nah- und Fernpunkten in die Haut gestochen. So sollen die Beschwerden gelindert werden, indem der Energiefluss wieder reguliert wird.

Die Nadeln verbleiben etwa 20 bis 30 Minuten während der Behandlung im Körper stecken. Sie können, um die Wirkung zu verstärken, noch gedreht, angehoben oder gesenkt werden. Wird dann noch zusätzlich mit Wärme gearbeitet, kann sich die Wirkung der Akupunkturnadeln nochmals verstärken. Anfangs wird die Behandlung zwei Mal pro Woche durchgeführt, danach reicht oft eine wöchentliche Sitzung aus.

Nebenwirkungen oder Beschwerden aufgrund der Akupunkturbehandlung gibt es so gut wie nicht. Lediglich leichte Blutergüsse oder Blutungen können in seltenen Fällen auftreten. Auch ein Schwindelgefühl kann bei empfindlichen Personen ausgelöst werden. Allerdings gibt es Kontraindikationen, bei deren Vorliegen sich die Akupunkturbehandlung nicht eignet. Das sind beispielsweise Allergien gegen Metalle, Entzündungen der Haut, Verbrennungen oder Störungen bei der Blutgerinnung.


# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Mittwoch, 24. April 2013 um 06:28 Uhr in TCM: Behandlungen | 2926 Aufrufe

, , , , ,


Kommentieren in diesem Channel-Eintrag nicht möglich


Nächster Eintrag: Dampfbad gegen Schnupfen
Vorheriger Eintrag: Diabetiker dürfen auf Kostenübernahme für Akupunktur hoffen

Gesundheit

Wellness-News

Back to top