Wassereinlagerungen beschäftigen in den Sommermonaten immer mehr Menschen. Diese Ansammlungen von Wasser im Gewebe sind zwar lästig, aber sie haben auch klare Ursachen, gegen die man etwas unternehmen kann.

Typische Indikatoren für Wassereinlagerungen sind ein aufgedunsenes Gesicht, aufgequollene Knöchel und dicke Finger oder Handgelenke. Auch ein sprunghafter Gewichtsanstieg kann ein Hinweis auf Wassereinlagerungen sein. Häufiger als Männer sind Frauen betroffen, was man auf deren weicheres Bindegewebe zurückführt. Wassereinlagerungen führen oft zu einem allgemeinen Unwohlsein und gelten als lästig.

Ernährung und Wasseransammlungen

Wasseransammlungen im Gewebe können über die Ernährung positiv beeinflusst werden. Wer sehr viele Kohlenhydrate, wie Nudeln, Brot und Co. isst, dessen Körper speichert Glykogen sowohl in den Muskeln, als auch in der Leber ein. Das wiederum kann Wasser binden und damit zu Wassereinlagerungen führen.

Bei sehr salzigen Speiseplänen ist eine Wasseransammlung ebenfalls häufig zu beobachten. Weniger Salz in der täglichen Ernährung und der Verzicht auf Fertigprodukte, die meist viel Salz enthalten, sind hier die richtige Lösung. Gleiches gilt für sehr zuckerlastige Essgewohnheiten. Auch Alkohol kann zu Wassereinlagerungen, vor allem im Gesicht, führen. Gleichzeitig enthalten alkoholische Getränke viel Zucker, so dass die Wasseransammlungen noch verstärkt werden können.

Nicht zuletzt sollte man ausreichend Wasser trinken, um Wassereinlagerungen zu vermeiden, auch wenn es paradox klingt. Je weniger man trinkt, desto mehr trocknet der Körper aus und lagert wiederum mehr Wasser ein. Zu den klassischen entwässernden Lebensmitteln gehören dagegen Reis, Artischocken, Kartoffeln und Spargel.

Hormone und Bewegungsmangel führen zu Wassereinlagerungen

Dass Hormone den Körper maßgeblich beeinflussen, wissen wir nicht erst seit unserer Teenager-Zeit. Hormonelle Schwankungen treten im Leben immer wieder auf, ob während der monatlichen Menstruation bei Frauen, während einer Schwangerschaft oder durch die Einnahme der Anti-Baby-Pille. Sie können dafür sorgen, dass mehr Wasser im Körper eingelagert wird. Aber auch Verdauungsprobleme oder ein Blähbauch können auftreten.

Ebenfalls können fehlende Bewegung, langes Stehen oder Sitzen die Wassereinlagerungen begünstigen. Daher sollte man immer versuchen, körperliche Aktivitäten mit in den Alltag einzubauen. Das kann übrigens auch bei Wasseransammlungen durch hormonelle Schwankungen helfen.

Bindegewebe begünstigt Wasseransammlungen

Auch das Bindegewebe kann Wassereinlagerungen begünstigen. Es ist bei Frauen generell schwächer als bei Männern ausgeprägt und daher sind Frauen auch häufiger von der berühmten Orangenhaut betroffen. Wie stark das Bindegewebe ist, hängt von den genetischen Voraussetzungen ab. Hier kann man leider nichts tun, außer dem schwachen Bindegewebe mit Bewegung entgegen zu steuern. Auch eine Lymphdrainage kann Besserung mit sich bringen.

Ernste Erkrankungen, wie eine Herzinsuffizienz, Erkrankungen der Schilddrüse, Thrombosen, eine Leberzirrhose oder Krebs kann in seltenen Fällen ebenfalls die Wassereinlagerung begünstigen. Sofern diese häufiger auftritt, sollte man daher einen Arzt aufsuchen. Ebenso können Medikamente, die gegen Bluthochdruck oder Diabetes verordnet werden, zu Wasseransammlungen führen.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 27. August 2018 um 12:28 Uhr in Gesund leben & ernähren | 143 Aufrufe

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