Treten Regel- oder Bauchschmerzen auf? Dann hilft oft ein warmes Körnerkissen und man kann die Schmerztablette im Schrank lassen. Doch woran liegt das?

Die Körnerkissen, die meist mit Kirsch- oder Traubenkernen, Dinkel oder Raps gefüllt sind, sollen bei verschiedenen Schmerzen helfen. Bauch- und Rückenschmerzen reagieren häufig positiv auf Wärme. Dafür werden die gefüllten Baumwollsäckchen bei 60 Grad Celsius fünf Minuten im Backofen oder bei 400 Watt zwei Minuten in der Mikrowelle erwärmt.

Kühle Körnerkissen helfen auch

Allerdings können die Körnerkissen auch gekühlt hilfreich sein. Geschwollene Beine und Insektenstiche sollen sich etwa lindern lassen, wenn man ein Körnerkissen aus dem Kühlschrank darauf legt. Allerdings eignet sich die Anwendung nicht bei offenen Wunden.

Wichtig für die Wärme- und Kälteanwendung ist, dass sich die Temperatur gleichmäßig im Körnerkissen verteilt. Dafür wird es am besten gründlich durchgeknetet. Das Kissen kann anschließend direkt auf die betroffene Stele gelegt werden.

Wie wirken Körnerkissen?

Die Körner können die Temperatur besonders gut speichern, so dass diese langfristig abgegeben wird. Dadurch können Verspannungen und Krämpfe gelöst werden. Die feine Struktur und die Anpassungsfähigkeit der Kissen sorgen zudem für eine Art Massageeffekt, der ebenfalls wohltuend ist.

Die Wärme, die abgegeben wird, erweitert die Blutgefäße, es können schmerzhemmende Botenstoffe im Gehirn ausgeschüttet werden. Bei einer kalten Anwendung ziehen sich die Blutgefäße dagegen zusammen, so dass etwa Blutergüsse gelindert werden können.

Durch den Kissenbezug wird zusätzlich die Verbrennungs- bzw. Erfrierungsgefahr minimiert. Daher bieten Körnerkissen gegenüber herkömmlichen Wärmflaschen einen entscheidenden Vorteil.

Wofür eignen sich Körnerkissen?

Körnerkissen können bei allerlei Beschwerden eingesetzt werden. Warme Anwendungen helfen bei Blähungen, Verspannungen, Bauch- und Rückenschmerzen, sowie Menstruationsbeschwerden. Die Anwendung gekühlter Körnerkissen hat sich bei Gelenk- und Kopfschmerzen, Hitze, Verstauchungen und Prellungen bewährt.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 19. Dezember 2019 um 08:34 Uhr in Weitere Empfehlungen | 338 Aufrufe

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