Wer sich im Supermarkt umschaut, findet dort eine große Auswahl an so genannten Superfoods, die von weit her eingereist sind. Doch wenn es sich um ein wirkliches Superfood handeln soll, dann sollte man auch auf Regionalität und Saisonalität setzen. Und da haben die heimischen Wälder ebenfalls reichlich Auswahl zu bieten.

Walderdbeere, Buchecker, Giersch oder Weißdorn beispielsweise dürfen sich durchaus als Superfoods bezeichnen, denn sie stecken voller gesunder Inhaltsstoffe. Noch dazu haben sie keinen negativen Einfluss auf die Klimabilanz, denn weite Transportwege entfallen. Einziges Manko: Man kann diese Superfoods nicht zu jeder Jahreszeit genießen. Außerdem sollte man sie im Wald nur dann sammeln, wenn man sich mit den jeweiligen Früchten und Pflanzen wirklich gut auskennt. Sonst droht möglicherweise eine Vergiftungsgefahr.

Die Walderdbeere ist ein Vitamin-C-Lieferant

Die Walderdbeere finden wir vor allem im Frühsommer. Sie ist deutlich kleiner als die klassische Erdbeere aus dem Garten, aber sie schmeckt dafür umso aromatischer. Gleichzeitig ist die Walderdbeere sehr gesund und gilt als wichtiger Vitamin-C-Lieferant.

Weißdorn und Bucheckern aus dem Wald

Die meisten kennen den Weißdorn in Form von Hecken oder als Zierpflanzen. Die leicht säuerlich-süß schmeckenden Beeren des Gewächses eignen sich aber auch zum Verzehr – und zwar sowohl roh als auch weiter verarbeitet. So lassen sich aus den roten Beeren Kompott, Likör oder Gelee zubereiten. Sogar offiziell gilt der Weißdorn als Heilpflanze. Vorwiegend bei Herzbeschwerden wird er empfohlen.

Die Bucheckern sind die Samen der Buche. Sie lassen sich zu Mehl mit einem leicht nussigen Geschmack verarbeiten, das wiederum zur Zubereitung von Kuchen oder Brot genutzt werden kann. Die Samen lassen sich aber auch rösten und verleihen Salaten den besonderen Pfiff. Genauso gut kann man sie über ein Risotto streuen. Lediglich zum rohen Verzehr sind die Bucheckern ungeeignet.

Giersch in grünen Smoothies einsetzen

Auch Giersch findet man im Wald zuhauf. Gärtner kennen die Pflanze vor allem als ungeliebtes Unkraut. Gedünstet entfaltet der Giersch allerdings ein sehr angenehmes Aroma, das fast schon ein wenig an Petersilie erinnert. Die Pflanze lässt sich auch zu einem Pesto verarbeiten oder mit anderen Gemüsen zu grünen Smoothies. Die Pflanze, die vor allem durch ihre weißen Blüten charakterisiert wird, enthält ebenfalls sehr viel Eiweiß und Eisen. Daher ist das Kraut vor allem für Veganer unbedingt empfehlenswert.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 01. Februar 2021 um 07:08 Uhr in Gesund leben & ernähren | 170 Aufrufe

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