Schon jetzt sollte man an die Augenpflege nach der vermutlich kurzen Silvesternacht denken. Augenringe sind in diesen Tagen keine Seltenheit. Oft empfohlen werden kalte Teelöffel, spezielle Augenkühlbrillen, kalte Gurkenscheiben und Co.

Doch nicht immer helfen diese Hausmittel. Wer nicht nur nach der Silvesternacht unter Augenringen leidet, sondern diese dauerhaft mit sich herumträgt, sollte die Ursachen vom Arzt abklären lassen. Vorsicht ist auch geboten, wenn die Haut unter den Augen sich ins Graue, Blaue, Braune oder Rötliche verfärbt und sich die Symptome zusehends verschlimmern.

Dünne Haut unter den Augen

Generell ist die Haut unterhalb der Augen sehr dünn. Es gibt nur sehr wenig Unterhautfettgewebe, so dass erweiterte Blutgefäße schneller durch die Haut hindurchscheinen. Zudem verringert sich das Unterhautfettgewebe in diesem Bereich mit zunehmendem Alter weiter. Dann können die Blutgefäße noch schneller sichtbar werden.

Wie Experten bestätigen, kann die vermehrte Bildung von Augenringen jedoch auch genetische Ursachen haben. Dies ist vor allem dann anzunehmen, wenn die Schatten unter den Augen schon in jungen Jahren deutlich sichtbar werden.

Häufiger ist jedoch eine ungesunde Lebensweise für die Augenringe verantwortlich. Kommt es zu einer starken Falte unter dem Auge, die sich bläulich-schwarz verfärbt, kann das ein Indiz für zu wenig Flüssigkeitszufuhr, Schlafmangel oder eine vitaminarme Ernährung mit zu wenig Obst und Gemüse sein. Die Umstellung der Alltagsgewohnheiten sowie eine spezielle Augenpflege können in diesen Fällen für Linderung sorgen.

Pflegeprodukte bei Augenringen

Bei anhaltenden Augenringen sind spezielle Feuchtigkeitscremes empfehlenswert. Diese können mit Harnstoff, mit Aloe-Vera-Extrakten oder Hyaluronsäure und anderen Stoffen, die Wasser binden, angereichert sein. Sie polstern durch die wasserbindenden Eigenschaften die dünne Haut unter den Augen auf. Die Cremes sollten allerdings nur sehr vorsichtig auf die dünne Haut aufgetupft werden.

Kalte Teebeutel, die oft als Hausmittel gegen Augenringe eingesetzt werden, eignen sich dagegen nur bedingt. Sie bergen ein hohes Risiko, dass es zu allergischen Reaktionen kommt. Dies gilt vor allem für aromatisierte Schwarztees, die viele Allergene enthalten können. Häufig wird auch empfohlen, Mittel gegen Hämorrhoiden gegen Augenringe einzusetzen. Das ist allerdings nicht empfehlenswert, da diese Cremes und Co. nicht für die empfindliche Augenpartie konzipiert wurden.

Augenringe medizinisch abklären lassen

Helfen kühlende Maßnahmen und spezielle Pflegeprodukte nicht, sollte man die Ursache für die Augenringe vom Hautarzt abklären lassen. Die Augenringe können ein Hinweis auf einen Vitamin- oder Eisenmangel sein, in selteneren Fällen aber auch auf Schilddrüsen- oder Nierenerkrankungen hinweisen. Selbst eine Allergie kann die Augenringe auslösen, ebenso wie Störungen beim Abfluss der Lymphe. In diesem Fall kann dann eine spezielle Lymphdrainage helfen.

Außerdem können Augenringe durch übermäßige Pigmentbildung mit zunehmendem Alter entstehen. In diesem Fall kann eine Laserbehandlung die unschönen Schatten unter den Augen verschwinden lassen. Sie sorgt für eine Straffung des Bindegewebes in den Augenlidern. Allerdings dürfen die Nebenwirkungen, wie etwa auftretende Blutergüsse, nicht unterschätzt werden.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 29. Dezember 2016 um 05:49 Uhr in Beauty: Grundlagen | 237 Aufrufe

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