Immer mehr Zeit verbringen wir vor Bildschirmen. Arbeit im Büro, zuhause das Internet, der Fernseher - wer immer längere Phasen mit angestrengt geöffneten Augen konzentriert auf einen Monitor schaut, macht unter Umständen Bekanntschaft mit einem unangenehmen Symtom: das Sicca-Syndrom, auf gut deutsch “trockenes Auge”. Ohne regelmäßigen Lidschlag verdunstet zu viel Tränenflüssigkeit, das Auge trocknet aus, die Lidränder entzünden sich. Jeder achte Deutsche ist inzwischen von den quälenden Symptomen betroffen.

Was kann man dagegen tun? Die Apotheken bieten dafür Augentropfen an, sogenannte Tränenersatzmittel. Wie sich gezeigt hat, helfen diese Tropfen nicht unbedingt, sondern verdünnen die natürliche Tränenflüssigkeit, wodurch die Verdunstung der Flüssigkeit sich eher erhöht als mindert. Bei nahezu 80 Prozent der Betroffenen liegt der Ursprung der Beschwerden in einem Defekt der Lipidschicht (Fettschicht) des Tränenfilms. Deren Aufgabe ist es, den Tränenfilm nach außen zu stabilisieren, damit dieser nicht zu rasch aufreißt und als Folge Tränenflüssigkeit verloren geht.

Die Firma Optipharma bietet eine mögliche Lösung, nämlich sogenannte liposomale Augensprays, deren Wirkung sie so beschreibt: “Anders als herkömmliche Mittel werden sie nicht umständlich ins Auge geträufelt, sondern auf das geschlossene Auge gesprüht. Beim Öffnen vermischen sich spezielle Phospholipide am Lidrand mit den natürlich vorhandenen Lipiden und gelangen von dort auf den Tränenfilm. Durch die Stabilisierung der Lipidschicht wird der normale Verdunstungsschutz wieder hergestellt. “

Ob das wirklich der Königsweg zur Behandlung der trockenen Augen ist? Sehr viel besser wäre es doch, die Problematik durch kleine Verhaltensänderungen zu vermeiden, bzw. ihr effektiv vorzubeugen: Lüften, Luftbefeuchter aufstellen, Pausen einlegen und aus dem Fenster in die Ferne schauen, dem Auge also Abwechslung bieten. Auch Augenyoga bzw. eine kleine Augengymnastik für zwischendurch ist empfehlenswert - und damit ich mich auch daran erinnere, stelle ich mir vorsichtshalber den Wecker!

# Link | Christiane Bach | Dieser Artikel erschien am Mittwoch, 05. Dezember 2007 um 09:48 Uhr in Prävention | 4398 Aufrufe

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