“Ganze 85 Prozent der Bevölkerung ernähren sich heute anders als sie möchten und für richtig halten.”  So lautet das Fazit der Nestlé-Studie 2009, für die das Institut für Demoskopie Allensbach und die Boston Consulting Group 4000 Deutsche zu ihrem Ernährungsverhalten befragt hatte.  Zeitmangel, Stress und flexible Arbeitszeiten, die keine regelmäßigen Essenszeiten mehr erlauben, kennzeichnen den Alltag der Berufstätigen - und vielen fehlt dann auch abends die Energie, noch zeitaufwändig zu kochen.

In der Studie (-> download als .pdf)  heißt es dazu “36 Prozent der Bevölkerung, knapp jeder zweite Berufstätige versucht, unter der Woche möglichst zeitsparend zu kochen. Die Zeitnot macht viele zu „verhinderten Köchen“; insbesondere unter Berufstätigen gibt es eine große Gruppe, die gerne häufiger kochen würde. Viele haben für sich persönlich noch keine befriedigende Antwort für die Herausforderung gefunden, auch bei Zeitknappheit eine gute Ernährung sicherzustellen, ohne selbst viel Zeit investieren zu müssen.”


Ich frage mich: warum erschafft so ein großes, unbefriedigtes Bedürfnis keinen entsprechenden Dienstleistungsmarkt? Wäre das nicht DIE LÜCKE für Dienste wie “Essen auf Rädern”, zumindest denen, die es sich leisten können, frisches, gesundes, am selben Tag gekochtes Essen aus regionalen Produkten als Abendessen nach hause zu liefern? Man müsste nur das Rollstuhl&Stützstrumpf-Image dieser Dienste komplett ändern, was aber kein unüberwindliches Problem sein dürfte.


Immerhin: die älteren Bundesbürger ernähren sich bereits heute sehr viel gesundheitsbewusster als die vorherigen Generationen - und sie bleiben dadurch auch sehr viel länger gesund. Das ist ja schon mal was, wir sollten nur ein bisschen früher damit anfangen!

# Link | Christiane Bach | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 15. Januar 2009 um 13:16 Uhr | 3286 Aufrufe

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