Wer nach einem anstrengenden Arbeitstag den Ausgleich im Sport sucht, der kann laufen, radeln, ein Krafttraining absolvieren und vieles mehr. Für viele Menschen ist der allabendliche Sport schon einem Wellnessprogramm gleichzusetzen und natürlich wissen die meisten von ihnen auch um die Bedeutung der Dehnübungen. Dabei sind diese gar nicht immer so vorteilhaft, wie oftmals angepriesen.

Wann werden Dehnübungen eingesetzt?

Grundsätzlich unterscheidet man drei Varianten des Dehnens: Das Dehnen vor dem Sport als Aufwärmübung, das Dehnen nach dem Sport im Sinne eines Cool-Downs und das Dehnen als eigene Trainingseinheit.

Marcel Reuter, Dozent der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, räumt mit einem weit verbreiteten Vorurteil auf. In diesem heißt es, dass die Muskulatur durch intensives Krafttraining verkürzt werde. Diese These konnte jedoch wissenschaftlich bisher nicht nachgewiesen werden.

Wie sieht das richtige Dehnprogramm aus?

Wer sich nach dem Sportprogramm mit Dehnen wieder herunterbringen will, sollte das Dehnprogramm immer der vorangegangen Belastung anpassen. Statisches Dehnen, womöglich noch über einen längeren Zeitraum, ist etwa dann nicht sinnvoll, wenn ihm intensive Belastungen vorangegangen sind. Der Cool-Down sollte in diesen Fällen eher so gestaltet werden, dass das Stoffwechselprodukt Laktat möglichst schnell abgebaut werden kann. Durch das statische Dehnen hingegen kann die Durchblutung des Muskels sich verringern. Damit würde man die Regenerationszeit für den Muskel nur unnötig verlängern.

In einem solchen Fall sollte man nicht auf Dehnübungen für den Cool-Down setzen, sondern aktiv auslaufen. Auch beim intensiven Krafttraining empfiehlt sich das anschließende, ausgiebige Dehnprogramm nicht. Vorteile kann das Nachdehnen hingegen bei geringen Belastungen während der eigentlichen Trainingseinheiten mit sich bringen. Das zeigt auch die praktische Erfahrung von Sportlern und Trainern.

Reuter erklärt, dass viele Sportler eine angenehme Entspannung der Muskulatur durch das Nachdehnen empfinden. Diese Auswirkungen des Nachdehnens konnten sogar wissenschaftlich nachgewiesen werden.

Die Dehnübungen können wahlweise als separate Trainingseinheit erfolgen oder in ein ganzheitliches Training integriert werden. Damit die Beweglichkeit des Muskels durch die Dehnübungen jedoch erhöht wird, sollte eine Dehndauer bis zu 45 Sekunden eingehalten werden. Länger gedehnte Muskeln bringen kaum bessere Effekte mit sich.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 21. Januar 2016 um 06:48 Uhr in Gesund leben & ernähren | 280 Aufrufe

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