Ganz sicher gehöre ich zu den ewig begeisterten Saunagängerinnen und begrüße jede Form der Unterstützung, die das Saunieren bekannter macht und Schwellenängste abbaut. Ob das neue Sauna-Label für öffentliche Saunabetriebe allerdings dabei hilft, wird sich erst noch zeigen: bisher haben sich, wie Ökotest berichtet, erst 50 Saunabetriebe zertifizieren lassen.


Mit dem Qualitäts-Siegel des Deutschen Sauna-Bundes soll dem Gast die Auswahl einer geeigneten Sauna leichter machen. In einer Presseerklärung finden sich Beschreibungen zu den verschiedenen Labels “Classic”, “Selection”, und “Premium” - und das liest sich so:

  • Classic: In diesen Saunabädern steht der gesundheitliche Aspekt des Saunabadens im Vordergrund. Zur Ausrüstung gehören Saunaraum, Abkühlbereich mit Kaltwassereinrichtungen, Ruheraum und selbstverständlich ein Freiluftbereich. Für die Wechselreize der Sauna ist alles vorhanden. Geschultes Personal wie Saunameister beraten die Gäste.

  • Selection: Diese Saunaanlagen bieten zusätzliche Badeangebote und Dienstleistungen wie Badebecken oder Whirlpool, Bistro und Massagen. Es werden unbedingt erlebnisorientierte Aufgüsse mit unterschiedlichen Wedeltechniken angeboten. Das Leistungsspektrum der Betriebe ist auf einen längeren zeitlichen Aufenthalt der Gäste ausgerichtet.

  • Premium: Diese Saunalandschaften laden zum langen Verweilen ein. Mehrere Sauna- und Warmlufträume sowie mindestens eine Sauna im Außenbereich müssen zur Verfügung stehen. Ebenfalls vorhanden: Verschiedene Abkühlbereiche und Badebecken. Zahlreiche Wohlfühlangebote, zum Beispiel unterschiedliche Massagearten und Schönheitspflege sowie Bewegungskurse stehen auf dem Programm. In einem Restaurant wird für das leibliche Wohl gesorgt.

Neben dieser Unterscheidung der Angebote verfolgt die Zertifizierung auch noch andere Zwecke. Der Sauna-Bund schreibt: “Auch die Wahrung von Sitte und
Anstand ist ein „Muss“. Sauna-Bund-Geschäftsführer Pieper: „Die Qualitätszeichen schaffen eine deutliche Abgrenzung zu zweifelhaften Einrichtungen, die bedauerlicherweise ebenfalls unter „Sauna“ firmieren.“

Ob das jetzt bedeutet, dass eine zertifizierte Sauna keinen “Men only”-Spät-Termin mehr anbieten darf, wogegen “Women only” am Vormittag weiter kein Problem ist? Gut ist auf jeden Fall, dass alle Zertifikate konsequente Hygienemaßnahmen voraussetzen. Untersuchungen der Wasserqualität der Tauch- und Badebecken sind Pflicht, und alle Saunaräume müssen regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden. Kontrolliert wird das allerdings nicht - ja wie denn auch?


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Wer mal die Gelegenheit hat, die Saunalandschaft im Vital & Wellness-Hotel zum Kurfürsten zu testen, findet dort ein Angebot, das sich sehen lassen kann: eine Himalaya-Salz-Sauna, dazu die Finnische Sauna in der Kalksteingrotte, ein Aroma-Dampfbad, eine Chinesische-Sauna,  mehrere Ruheräume, den Fitnessbereich und einen Panoramapool.

# Link | Christiane Bach | Dieser Artikel erschien am Freitag, 06. Februar 2009 um 16:02 Uhr in Wellness: Empfehlungen | 5333 Aufrufe

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