Nun ja, “Vergnügen” ist vielleicht ein wenig übertrieben:  es fällt schwer, gleich die positiven Aspekte zu sehen, wenn mal etwas passiert, dass uns aus den gewohnten Abläufen des Alltags mit all seinen Routinen schlagartig heraus wirft.


Vorgestern früh hat sich mein PC verabschiedet: wollte nicht mehr hochfahren, erkannte die Festplatten nicht mehr und ich saß plötzlich verwaist und “exiliert” vor dem schwarzen Bildschirm mit den kryptischen Fehlermeldungen. Da der PC mich mit meiner Arbeitswelt verbindet und all meine Materialien, Zugangsdaten und wichtigen Verbindungen enthält, war ich einigermaßen geschockt und fühlte mich wie amputiert. Datensicherung? Klar gibt es die, aber nie aktuell genug - jetzt weiß ich wieder, dass ich da was ändern muss!


Die folgenden zwei Tage hatten was von Abenteuer: zweimal täglich ein halbstündiger Spaziergang (hin und zurück!) durch winterliches Schneegestöber zu einem Freund, an dessen PC ich mich um die weitere Bearbeitung des Problems kümmerte, einen Vor-Ort-Service suchte und das Allernötigste in Angriff nahm. Eine andere Umgebung, ein anderer Bürostuhl, ein altertümlicher Monitor und eine andere Kaffee-Sorte zwangen mir körperliche und psychische Umorientierungen auf, die mich wacher machten. Die Sorge um meine Daten (die sich letztlich als unbegründet erwies) ließ mich für die Zukunft neue Maßnahmen planen - und die Abhängigkeit von der Welt hinter dem Monitor stimmte mich nachdenklich: Wer bin ich, abgesehen von meiner Arbeit und allem anderen, was nur über den PC zustande kommt?


Als dann gestern Abend der Service das so überaus wichtige Gerät wieder ins Leben zurück holte, war ich schwer erleichtert, fühlte mich insgesamt aber auch irgendwie belebt und aktiviert. Zwei Tage Ausnahmezustand tun tatsächlich gut, so nervig sie auch wirken mögen. Susanne Sureth schreibt dazu in ihrem lesenswerten Artikel “Gewohntes Handeln” über Routinen und Gewohnheiten: “Wenn wir uns ihnen aber zu sehr ausliefern, werden wir starrköpfige, unbewegliche Esel.”


Davor hat mich dieser “Crash” nun mal wieder bewahr! :-)


***


Eine angenehmere Art, zwischendurch mal etwas ganz Anderes zu erleben und Körper und Geist neu anzuregen, ist zum Beispiel die TCM-Woche “Work-Life-Balance” im Vital-  Wellnesshotes ZUM KURFÜRSTEN. Ich wollte, ich hätte die Wahl gehabt!

# Link | Christiane Bach | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 12. Februar 2009 um 08:11 Uhr in Wellness: Erfahrungen | 3067 Aufrufe

,


Kommentieren in diesem Channel-Eintrag nicht möglich


Nächster Eintrag: Zur Vorbeugung: das aufsteigende Fußbad
Vorheriger Eintrag: Sauna Classic oder Sauna Premium? Vom neuen Sauna-Label

Gesundheit

Wellness-News

Back to top