Allgemein kennt man Salbei lediglich als Gewürz, dabei handelt es sich auch um eine vielseitig einsetzbare Heilpflanze. Schon in den Kräuterbüchern aus dem 16. Jahrhundert wurde der Salbei als Heilpflanze verehrt. Vor allem bei Husten und Halsschmerzen wird er gerne eingesetzt, aber auch gegen übermäßiges Schwitzen soll er seine Wirkung entfalten.

Gegen Husten und Heiserkeit hilft Salbei vor allen Dingen aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkstoffe. Auch die ätherischen Öle, wie Lineol und Kampfer wirken bei Atemwegserkrankungen. Die antimikrobielle Wirkung der enthaltenen Rosmarinsäure komplettiert die Möglichkeiten von Salbei weiter. So kann er selbst die Krankheitserreger als solches und nicht nur die Symptome bekämpfen.

Salbei bei Erkrankungen im Mundraum

Für die Bekämpfung von Erkrankungen kann Salbei auf vielfältige Weise eingesetzt werden. Die entzündungshemmenden Wirkstoffe sorgen zum Beispiel auch für Linderung bei Zahnfleischentzündungen sowie Entzündungen der Mundschleimhaut. Schon ein Mundwasser, das mit Salbei angereichert wird, verspricht hier gute Wirkungen. Es kann sogar dabei helfen, Zahnfleischbluten vorzubeugen und trägt dazu bei, Druckstellen, die durch Zahnprothesen entstehen, zu vermeiden. In der Zahnpflege kann Salbei unterstützend genutzt werden, um Bakterien abzutöten und der Bildung von Karies vorzubeugen.

Salbei gegen übermäßiges Schwitzen

Wer übermäßig schwitzt oder zu Fußschweiß neigt, findet im Salbei ebenfalls eine hilfreiche Heilpflanze. Ein Fußbad, das mit Salbei angereichert wird, kann hier sinnvoll sein. Dafür werden lediglich 60 Gramm der getrockneten Salbeiblätter benötigt, die mit einem Liter kochenden Wassers übergossen werden. 15 Minuten darf das Ganze ziehen, bevor die Salbeiblätter wieder abgeseiht werden. Das übrige Wasser wird dem eigentlichen Fußbad zugegeben.

Ebenfalls soll Salbei bei verstärkter Bildung von Nachtschweiß helfen oder bei den gefürchteten Hitzewallungen im Klimakterium. Selbst übermäßiges Schwitzen, welches durch eine Schilddrüsenüberfunktion verursacht wird, soll mit Salbei behandelt werden können. In diesen Fällen rät man jedoch eher zur inneren Anwendung, indem man den Salbei als Tee zu sich nimmt.

Salbei anwenden – welche Möglichkeiten gibt es?

Salbeitee gilt bis heute als wichtigste Anwendungsform für die Heilpflanze. Dabei reicht es in vielen Fällen schon aus, auf einem frischen Salbeiblatt zu kauen, um bestimmte Beschwerden zu lindern. Bei Erkältungen dagegen hilft auch ein Salbei-Honig. Dafür werden fein geschnittene und frische Salbeiblätter benötigt, die man in ein Schraubglas füllt. Darüber gibt man einige Löffel eines Honigs seiner Wahl, und zwar solange, bis alle Salbeiblätter mit Honig benetzt sind. Nun gilt es abzuwarten, dass sich der Honig nach unten absetzt. Anschließend wird der Vorgang solange wiederholt, bis das Schraubglas gefüllt ist und die Salbeiblätter entnommen werden können.

Salbei ist allerdings keine ganz ungefährliche Heilpflanze, denn er enthalt auch Thujon. Bei einer Überdosierung kann dieser Stoff zu Krämpfen, Herz- und Kreislauf-Beschwerden führen. Daher sollte die Heilpflanze nur mäßig und bei Bedarf eingesetzt werden.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 22. September 2016 um 06:42 Uhr in Gesund leben & ernähren | 201 Aufrufe

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