Die Brennnessel gilt als wertvolle Heilpflanze. Blätter, Stängel und Wurzel können gleichermaßen verwendet werden. Sogar den Brennnesselsamen kennt und schätzt man in der Naturheilkunde. Grund dafür sind die wertvollen und wirksamen Inhaltsstoffe der Pflanze, die in jedem Teil selbiger sitzen.

So vielfältig, wie die Inhaltsstoffe der Brennnessel, so vielfältig sind auch ihre naturheilkundlichen Anwendungsmöglichkeiten. So kann die Brennnessel harntreibend und entschlackend, entgiftend und blutreinigend, schmerzlindernd und entzündungshemmend, stärkend und antirheumatisch wirken. Da in jedem Pflanzenteil jedoch andere Wirkstoffe sitzen, wird auch jeder Pflanzenteil anders verwendet.

Der Brennnesselsamen und seine Anwendungsmöglichkeiten

Im Brennnesselsamen sind vor allem wertvolle, fette Öle enthalten, die bis zu 30 Prozent des Samens ausmachen. Vor allem ungesättigte Fettsäuren, wie die Linolsäure kommen darin vor. Auch die Vitamine A, C und E, die Carotinoide, eine Vorstufe des Vitamins A, und Polysaccharide sind enthalten. Durch diese Zusammensetzung der Inhaltsstoffe sagt man dem Brennnesselsamen eine allgemein kräftigende Wirkung nach, die vor allem nach überstandener Krankheit und bei Erschöpfung genutzt wird. Ebenfalls können Leistungseinbrüche damit behoben werden.

Außerdem geht man bereits seit Jahrtausenden davon aus, dass der Brennnesselsamen sich auf die Sexualität auswirken kann. Vor allem die sexuelle Leistungsfähigkeit soll damit unterstützt werden. Bei Hautproblemen sollen die Linolsäure und das enthaltene Vitamin A hilfreich sein. Vor allem bei Akne und trockener Haut kann der Brennnesselsamen daher auch äußerlich aufgetragen werden.

Wie wird Brennnesselsamen angewendet?

Der Brennnesselsamen kann auf unterschiedliche Art verwendet werden. Die Samen lassen sich einfach vom Samenstand abstreifen, allerdings sollten dabei Handschuhe getragen werden, um die brennende Wirkung der Nessel nicht zu erleiden. Die Samen können frisch oder getrocknet verwendet werden und lassen sich etwa über Salate, Suppen und Soßen oder über das Müsli streuen. Selbst auf einer Scheibe Butterbrot lassen sie sich einsetzen. Sie schmecken dabei leicht nussig und erinnern ein wenig an Leinsamen.

Ebenso können die frischen oder getrockneten Brennnesselsamen als Tee eingesetzt werden. Zusammen mit den Blättern der Pflanzen werden sie mit kochendem Wasser übergossen und eignen sich dann als Blasen- und Nierentee. Die Samen, die zerstoßen wurden, lassen sich zu einem Brei verarbeiten, der bei Hautproblemen oder rheumatischen Beschwerden äußerlich aufgetragen wird.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 19. September 2016 um 05:22 Uhr in Gesund leben & ernähren | 206 Aufrufe

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