Die Europäische Union plant eine Gesetzesänderung. Unter der Richtlinie THMPD, das Kürzel steht für Traditional Herbal Medical Product Directive, sollen Heilpflanzen und daraus entstandene Mischungen künftig nicht mehr den Lebensmitteln zugeordnet werden. Vielmehr sollen sie als Medikamente gelten. Dafür wird jedoch eine Zulassung nach den strengen Richtlinien für Arzneimittelzulassungen benötigt, damit die Mittel auch weiterhin in den Handel kommen können.

Viele Ärzte versuchen schon heute, ihre Patienten mit Hilfe von Tees, Tinkturen und Co. auf Basis pflanzlicher Arzneien zu therapieren. Die sanften Mittel haben oftmals keine Nebenwirkungen und werden deshalb den chemischen Arzneimitteln vorgezogen. Für die Krankenkassen bedeutet die Anwendung pflanzlicher Mittel eine Entlastung, da diese nicht auf Rezept erhältlich sind. Für Patienten eignen sich diese Mittel, um eine sanfte Therapie zu nutzen.

Ungern wird dies natürlich von den Pharmakonzernen gesehen. Denn sie sind der Meinung, dass ihnen damit Umsätze verloren gehen. Würden nun pflanzliche Heilmittel nicht mehr als Lebensmittel eingestuft, sondern als Arzneien, würden viele dieser Mittel vom Markt verschwinden, da sie eine entsprechende Zulassung kaum erhalten könnten.

Derzeit wird eine Petition von Ärzten und Heilkundlern unterstützt, an der sich auch die Verbraucher beteiligen sollten. Sie soll dafür sorgen, dass wir auch weiterhin bewusst entscheiden können, ob die alternative Medizin oder die chemische Keule uns bei unseren Leiden unterstützen soll. Beteiligen kann sich jeder an der Petition im Internet.


# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 01. November 2010 um 14:10 Uhr in Gesund leben & ernähren | 3002 Aufrufe

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