Wann haben Sie zum letzten Mal länger als fünf Minuten nichts getan? Nichts geschrieben, nichts gelesen, kein TV geschaut, nicht im Web gesurft, nicht telefoniert und auch keine Musik gehört? Viele müssen lange überlegen, um so eine kleine Auszeit im Alltag zu finden, denn meist tut man ja doch etwas, immer öfter sogar mehrere Dinge gleichzeitig, dabei mit der Aufmerksamkeit hin und her springend.

Man könnte all dieses tägliche Tun in zwei Grundvarianten aufteilen: Input und Output - also zum einen eher passives Lesen, Anschauen, Konsumieren - zum anderen aktives Arbeiten, Schreiben, Strukturieren, Reden, Organisieren. Was leider im beschleunigten Tempo unserer Zeit oft wegfällt, ist die innere Verarbeitung der vielen Eindrücke und Anforderungen, Vorschläge und Verführungen, die uns täglich begegnen. Wir reagieren zunehmend automatisch: nur schnell schnell die Dinge erledigen und weiter zum nächsten - da bleibt kaum Zeit, mal einen Schritt zurück zu treten und sich zu fragen: Was will ich eigentlich? Wohin soll die Reise gehen? Ist das, was ich so über den Tag alles mache, auch tatsächlich das, was mich in Bezug auf meine Ziele weiter bringt?

Und auch ganz abgesehen von solchen “großen Fragen”, für deren Beantwortung es ja auch wieder Aktivität fordernde Workshops, Seminare, Coachings, Ratgeber-Bücher und ToDo-Listen gibt, braucht das Gehirn einfach auch Zeiten des äußeren Leerlaufs, um “zur Besinnung zu kommen” und die Dinge sinnvoll bewerten zu können.Ich merke das, wenn ich bei schönem Wetter im Garten auf der Liege abhänge und einfach in den Himmel schaue, wo die langsam dahin ziehenden Wolken eine beruhigende Wirkung ausüben. Ich merke es auch nach der Sauna, wenn ich im Ruheraum liege und die gerade erlebte heftige Hitze mit folgender Abkühlung mich so entspannt hat, dass ich das “einfach da liegen” so richtig genießen kann. Und ich merke es während und nach einer angenehmen Massage: das Denken läuft viel langsamer oder stockt ganz,  die Aufmerksamkeit sammelt sich bei angenehmen Körperempfindungen oder im Atem, den ich plötzlich beobachten kann, ohne mich zu langweilen. Irgendwann melden sich in diesen Zeiten echter Muße dann Ideen und Vorhaben, die mir wirklich wichtig sind: ich sehe auf einmal ganz neue Aspekte und Zusammenhänge,  die es mir leicht machen, zu bewerten, was für mich richtig und falsch, anstrebenswert oder zu vermeiden ist.

Große Wissenschaftler haben immer wieder darüber berichtet, dass die wirklich guten Ideen in den Stunden der Muße “plötzlich eingefallen” sind - und nicht etwa während der angestrengten Suche nach Antworten. Da unsere ganze Arbeitswelt mittlerweile locker als sich beschleunigende Stress-Veranstaltung beschrieben werden kann, ist es ein Segen, dass gleichzeitig der Wellness-Lebensstil um sich greift! 

“Wo die Gefahr ist, wächst das Rettende auch”, sagte der Dichter Hölderlin, und oft genug stimmt das tatsächlich. Von Kritikern werden Wellness-Aktivitäten gelegentlich als überflüssige, in schnödem Luxus schwelgende “Bauchpinseleien” angesehen, doch sie vergessen dabei, dass das vordergründige Verlangen nach “Wohlfühlen” auch Ausdruck eines wichtigen inneren Bedürfnisses nach der immer notwendiger werdenden geistigen und körperlichen Entspannung ist. Auf der Sonnenbank, der Massage-Liege, im Ruheraum des SPA und auch unter den Händen einer Kosmetikerin finden wir endlich die Entspannung und die Muße, die der Alltag einfach nicht mehr bietet. Die aber richtig wichtig ist, da wir auch Zeiten der Besinnung brauchen, um zu wissen, wo es lang gehen soll. Wellness-Anwendungen und die Ruhe “danach” können diesselbe Funktion haben wie eine Meditation: Entspannung, Abstand vom Alltag, Besinnung auf das Wesentliche - und ohne es zu wollen oder etwas aktiv anzustreben, sind wir nach einer solchen, äußerlich nur “faul” wirkenden Auszeit tatsächlich weiter gekommen!

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Ein Tag im wundervollen SPA des Vital- und Wellnesshotels ZUM KURFÜRSTEN bietet die besten Voraussetzungen, um zur Ruhe zu finden und die Muße zu genießen - schauen Sie mal rein!

# Link | Christiane Bach | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 03. September 2009 um 08:25 Uhr in Wellness: Empfehlungen | 2717 Aufrufe

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Kommentare:

... es braucht auf alle fälle regelmässige kleine auszeiten. hier hilft der kurzschlaf ob tagsüber oder am frühen abend sehr gut. kurzschlaf heisst, wegnicken für 5 min, wobei es das wegnicken an sich ist.

gruss wolfgang

Wolfgang am Donnerstag, 03. September 2009 um 13:32 Uhr


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