Die Mistel ist vielen bekannt – sie dient in der Weihnachtszeit als dekoratives Element. Im englischsprachigen Raum ist die Mistel schon fast ein Symbol der Romantik. Wer sich unter einem Mistelzweig trifft, darf sich küssen. Auch in Deutschland hat die Mistel längst Einzug gehalten, wenngleich sie hierzulande weniger zum Küssen einlädt.

Auch viele Legenden ranken sich um die Mistel, die als Halbschmarotzer auf Bäumen wächst. Sie soll Geister abwehren und gilt vielfach als Symbol der Fruchtbarkeit. In der Mythologie der alten Germanen soll ein Mistelzweig dagegen den Göttersohn Balder getötet haben, woraufhin Unschuld, Glück und Schönheit aus der Welt verschwunden sein sollen.

Wer selbst Misteln im eigenen Garten anbauen will, der muss die zerquetschten Beeren der Pflanze an der Rinde des Baumes, idealerweise in der Nähe von Astgabelungen einreiben. Aber bis die Mistel eine ansehnliche Größe von etwa 50 Zentimeter Durchmesser erreicht, können durchaus zehn Jahre oder mehr vergehen. Hierzulande sind vor allem Laubholz-, Eichen-, Tannen- und Kiefernmisteln beheimatet. Drei von ihnen tragen ihren bevorzugten Standort schon im Namen. Die Laubholzmisteln dagegen bevorzugen weiche Hölzer, wie sie Apfel- und Pflaumenbäume, Linden, Ahornbäume und Weiden bieten. Sie gedeihen dagegen kaum auf Walnuss-, Kirsch- und Birnenbäumen. Auch auf Rot- und Hainbuchen, Ulmen und Eschen sind sie nur selten zu finden.

Vielfach wird die Mistel genauso als Heilpflanze eingesetzt. In diesem Zusammenhang wurde sie schon in der Antike verwendet. Die Mistel wurde in der alternativen Medizin gerne gegen Schwindelgefühle, aber auch bei Epilepsie-Anfällen eingesetzt. Sogar die keltischen Druiden verehrten die Mistel als heilige Pflanze. Sie durfte nur mit goldenen Sicheln geerntet werden und dabei keinesfalls zu Boden fallen.

Heute wird das Mistelkraut gerne zu Tee verarbeitet. Dieser soll helfen, den Blutdruck zu senken und Krämpfe zu lösen. Auch bei Arteriosklerose könne die Mistel eingesetzt werden, heißt es oftmals. Leichte Schwindelgefühle sollen ebenso bekämpft werden können, wie der Misteltee die Nerven beruhigen soll. Wichtige Inhaltsstoffe sind zudem Flavonoide, Viscotoxine und Lektine. Experten streiten sich nach wie vor darüber, ob diese das Immunsystem stärken können, wenn Patienten unter Krebs leiden. Dennoch sollte Misteltee nicht unbedarft verzehrt werden, denn Misteln, insbesondere die Beeren, sind giftig. Die Mischung sollte nur von Experten zusammengestellt werden.


# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 14. Januar 2013 um 06:32 Uhr in Weitere Empfehlungen | 1237 Aufrufe

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