Olivenöl ist heute in aller Munde und aus einer gesunden Ernährung nicht mehr wegzudenken. Dabei gibt es durchaus Alternativen, wie das Leinöl, das fast schon in Vergessenheit geraten ist. Es ist besonders vielseitig einsetzbar und hat auch gesundheitlich einen nicht zu unterschätzenden Wert.

Gewonnen wird das Öl aus den Samen von Flachs. Es ist eine gesunde Bereicherung in der Küche, dient aber auch dem Holzschutz und wird als Färbe- und Konservierungsmittel, sowie in Kosmetika genutzt. Die doch sehr unterschiedlichen Einsatzgebiete klingen nicht gerade lecker, doch das Leinöl überzeugt auch mit seinem besonders nussigen, leicht heuartigen Geschmack. Allerdings sollte Leinöl nicht erhitzt werden, um die wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten. Daher wird es häufig in Rezepten für Salate, Kaltspeisen und Quark genutzt.

Leinöl liefert wichtige Omega-3-Fettsäuren

Leinöl ist besonders reich an Omega-3-Fettsäuren. Damit sorgt es nicht nur für Abwechslung auf dem Teller, sondern fördert auch unsere Gesundheit. So soll es sich unter anderem positiv auf den Cholesterinspiegel und das Immunsystem im Allgemeinen auswirken. Selbst bei Depressionen, Hyperaktivität, Wechseljahrsbeschwerden und in der Krebstherapie wird Leinöl eingesetzt. Es wirkt sich positiv auf die Hautgesundheit aus und auch die Darmflora kann durch die enthaltenen Schleimstoffe geschützt werden. Als Hausmittel hat sich Leinöl bei Husten und Heiserkeit bewährt und wird hier gerne eingesetzt.

Herstellung und Lagerung von Leinöl

Hergestellt wird das Leinöl aus den namensgebenden Leinsamen. Das sind die reifen Samen von Flachs. Die Samen können heiß oder kalt gepresst werden, wobei letztere Variante schonender ist. Dabei bleiben mehr Vitamine und Nährstoffe enthalten.

Leinöl hat aber auch einen gravierenden Nachteil, der in dem hohen Omega-3-Fettsäuren-Anteil begründet ist: Es oxidiert beim Kontakt mit Luft sehr schnell und wird dann bitter. Kein Wunder, dass die Haltbarkeit von Leinöl mit nur zwei Monaten eher gering ausfällt.

Umso wichtiger ist es daher, dass Leinöl so kühl und dunkel wie möglich gelagert wird. Im Kühlschrank etwa ist es gut aufgehoben, aber auch das Tiefkühlfach schadet ihm nicht. Durch den niedrigen Schmelzpunkt kann das Öl problemlos bei bis zu minus 20 Grad Celsius gelagert werden, ohne dass es hart wird.

Einsatz von Leinöl

Dennoch entfaltet das Leinöl den besten Geschmack, wenn es ganz frisch ist. Daher sind kleine Fläschchen die bessere Alternative zu großen Vorratsflaschen. Der nussige Geschmack verleiht vielen Speisen ein besonderes Aroma, insbesondere aber Salaten. Auch die klassischen Pellkartoffeln mit Quark lassen sich mit Leinöl geschmacklich aufwerten.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 24. Oktober 2022 um 06:26 Uhr in Gesund leben & ernähren | 153 Aufrufe | 0 Kommentare | Kommentare per RSS-Feed abonnieren

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