Der süße Honig ist nicht nur ein schmackhafter Brotaufstrich für das sonntägliche Brötchen. Er kann viel mehr, wie Experten aus der Beauty- und Kosmetik-Branche wissen. So nutzten schon die Völker der Antike Honig als Heilmittel und noch heute wird er in Wellnesshotels und Co. gerne eingesetzt. So kann eine Honigmassage nicht nur entspannend wirken, sondern sie entgiftet den Körper auch. Zusätzlich soll sie die Durchblutung anregen und bestehende Schmerzen lindern können.

Zurückführen lässt sich dies auf die Inhaltsstoffe des Honigs, darunter Enzyme, Mineralstoffe, Aminosäuren und Spurenelemente. Diese Stoffe sollen unter anderem das Wachstum von Bakterien eindämmen und eine austrocknende Wirkung haben. Letztere wird gerne gegen Akne und Hautunreinheiten, ja sogar bei Lippenherpes eingesetzt. Der Honig könne das enthaltene Entzündungswasser entziehen und somit die Pickelchen und Herpes-Bläschen verschwinden lassen.

Doch auch, wenn nur geringe Hautunreinheiten bestehen, empfehlen Experten Honig. Er kann die Haut von Schmutz und Bakterien befreien. Dafür sollte er mit Wasser gemischt und auf das Gesicht aufgetragen werden. Nach einigen Minuten Einwirkzeit empfiehlt es sich, eine fetthaltige Creme aufzutragen, die aber frei von Farb- und Parfumstoffen sein sollte. Dadurch könne die Haut geschmeidiger und elastischer werden.

Honig findet sich aber auch schon bei Kleopatra, sie soll den Legenden nach in Milch und Honig gebadet haben. Noch heute kann das Badewasser mit zwei Esslöffeln Honig und einem Viertel Liter Milch vermischt werden, um die Haut geschmeidig zart zu pflegen. Wichtig ist aber, dass das Wasser nicht zu heiß wird. Wird Honig über 40 Grad Celsius erhitzt, verliert er seine Wirkstoffe. Deshalb sollte er auch nur direkt vom Imker gekauft werden, da die industrielle Abfüllung von Honig zu hohe Erhitzungen des flüssigen Goldes mit sich bringt. Beim Honig-Milch-Bad setzt man ganz auf die Milch, die die Haut beruhigt und entspannt, sowie Feuchtigkeit spendet. Der Honig dagegen sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit gespeichert werden kann.

Honig kann jedoch ebenfalls in anderer Form genutzt werden. Naturkosmetik-Hersteller haben den angenehmen Duft des Honigs für sich entdeckt und verwenden ihn in Parfums. Bienenwachs dagegen kann empfindliche Haut schützen, insbesondere bei extremen Wetterlagen. Gelée Royale ist ein weiteres Bienenprodukt, das in der Kosmetikbranche weit verbreitet ist. Dieser Königinnensaft wird schon in der Natur genutzt.

Arbeiterbienen werden in den ersten drei Tagen ihres Lebens damit gefüttert, sie erreichen ein Alter von etwa 45 Tagen. Anders sieht es bei der Bienenkönigin aus, die den Königinnensaft ihr Leben lang erhält und bis zu sechs Jahre alt werden kann. Das ist auch der Grund, warum viele Gelée Royale als Jungbrunnen ansehen. Der hohe Wassergehalt ist nur eines der Geheimnisse des Stoffs. Ebenfalls enthält er Spurenelemente, Proteine, Mineralstoffe und Vitamine. Sie sollen antimikrobielle Wirkungen haben, zudem die Aktivität der Zellen erhöhen. Der wissenschaftliche Beweis dafür steht allerdings noch aus.

Zusätzlich wird bei Kosmetikprodukten auf Propolis gesetzt. Die Masse, die eine ähnliche Konsistenz wie Harz aufweist, soll Bakterien, Pilze und Viren effektiv bekämpfen können. Bienen dichten damit den eigenen Bienenstock ab. Laut Experten soll Propolis die Haut besser durchbluten und auch bei Entzündungen eingesetzt werden. Jedoch ist gerade bei Propolis Vorsicht geboten, da viele Menschen allergisch auf den Stoff reagieren.


# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Mittwoch, 06. Juni 2012 um 05:40 Uhr in Beauty: Grundlagen | 1678 Aufrufe

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