In der Volksheilkunde kennt man die Heublumen vor allem bei der Anwendung als Heublumenbad oder Heublumensack. Dabei gibt es keine eindeutige Definition, was Heublumen eigentlich sind. Wie genau können die Anwendungen dann wirken?

Generell bestehen Heublumen aus einem Gemisch aus den Blütenteilen, Samen, Blatt- und Stängelstücken unterschiedlicher Wiesenpflanzen. Die Zusammensetzung dieses Gemischs kann dabei sehr unterschiedlich ausfallen. Überwiegen sollte jedoch stets der Anteil an Gräserblüten. Häufig werden die Blüten von Quecke, Wiesen-Lolch, Wiesen-Lieschgras und –Schwingel, Ruch- und Knäuelgras, Trespe und Wiesen-Fuchsschwanz verwendet.

Heublumen in der Volksmedizin

In der Volksmedizin sammelt man die Heublumen-Bestandteile während der Blütezeit im Sommer. Verwendet werden diese dann für Auflagen, Umschläge und Bäder. Sie sollen unter anderem Schmerzen lindern, beruhigen und entspannen. Deshalb sind Heublumen-Anwendungen auch vielfach in Wellness-Einrichtungen zu finden.

Gleichzeitig sollen die Heublumen eine verkrampfte Muskulatur entspannen und die Durchblutung steigern können. Darüber hinaus regen sie den Stoffwechsel an. Zur Behandlung von rheumatischen Beschwerden werden Heublumenkompressen und –bäder ebenfalls gerne eingesetzt.

Wie nutzt man ein Heublumenbad?

Für ein Heublumenbad werden etwa 500 Gramm Heublumen mit fünf Liter kochendem Wasser übergossen. Die Mischung darf eine halbe Stunde ziehen, den Sud gibt man mit ins Badewasser. Die Badezeit sollte nicht mehr als 15 Minuten betragen. Anschließend sollte man wenigstens eine Stunde ruhen.

Das Heublumenhemd dagegen wird gerne zur Steigerung der Abwehrkräfte eingesetzt. Bei Erkältungen findet es ebenso Anwendung. Dafür wird ein Baumwoll- oder Leinenhemd in den Sud des Heublumenbades getaucht. Nach dem Auswringen zieht man das Hemd wieder an und hält für mindestens eine halbe Stunde Bettruhe.

Wissenschaftlich belegt sind die Wirkungen des Heublumenbads bisher nicht. Dennoch kann es kaum schaden, denn Nebenwirkungen sind ebenfalls nicht bekannt. Lediglich bei offenen Verletzungen und Entzündungen sollte darauf verzichtet werden. Gleiches gilt bei bekannten Allergien, die zu Ausschlägen und Hautirritationen führen können.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 13. Dezember 2021 um 21:38 Uhr in Wellness: Behandlungen | 207 Aufrufe

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