Rückenschmerzen sind heute als eine der am weitesten verbreiteten Erkrankungen anzutreffen. Nicht nur ältere Personen, sondern zunehmend auch junge Menschen leiden regelmäßig unter dem Schmerz im Rückenbereich. Die Ursachen dafür können vielfältig sein, sie sind nicht selten aufgrund von psychischen Belastungen zu sehen, aber auch dauerhafte Fehlstellungen der Wirbelsäule und eine falsche Haltung sorgen dafür, dass Rückenschmerzen leichtes Spiel haben. Eine gute Rückenschule und Massagen, die nach wie vor eher der Wellness, als der Gesundheitsförderung zugeschrieben werden, sind mögliche Behandlungsformen. Noch besser ist es allerdings, den Rückenschmerzen von Anfang an vorzubeugen.

Schon in der Nacht kann man seinen Rücken entlasten. Hier sollte auf eine passende Matratze und ein gutes Kopfkissen geachtet werden. Entscheidend dabei ist, dass die Matratze die Wirbelsäule so stützt, dass sie auf dem Bett wie in aufrecht stehender Lage positioniert werden kann. Seitenschläfer sollten auf eine Schulterkomfortzone in der Matratze achten.

Im Alltag kann man den Rücken unterstützen, indem man sich für mehr Bewegung entscheidet. Vielleicht kann der tägliche Weg zur Arbeit zu Fuß zurückgelegt werden. Bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel kann man eine Haltestelle früher aussteigen. Und wer mit dem Rad zur Arbeit fährt, bewegt sich ohnehin genug. Er sollte aber auch daran denken, hier eine rückenschonende Haltung einzunehmen. Diese ist gegeben, wenn die Beine selbst bei tiefster Pedalstellung noch leicht gebeugt sind. Die Lenker sollten mindestens 20 Zentimeter höher als der Sattel sein. Das frühe Schalten in einen leichteren Gang beugt Rückenproblemen und Kniebeschwerden zusätzlich vor.

Im Job kann sich der Rücken ebenfalls entlasten lassen. So ist dynamisches Sitzen im Büro eine der Zauberformeln. Das heißt, es sollte sich so viel wie möglich bewegt werden. Überdies ist es von Bedeutung, dass der Po möglichst weit hinten auf dem Stuhl aufliegt, damit der Rücken über die Rückenlehne auch gestützt werden kann. Sowohl Ellenbogen, als auch Beine sollten im Winkel von 90 Grad stehen, wenn die Füße auf dem Boden oder die Arme auf dem Schreibtisch liegen. Nach spätestens 20 Minuten sollte man aufstehen, zwischendurch sollten viele kleine Reck- und Streckübungen ausgeführt werden, um sich im Job fit zu halten.

Die Hausarbeit ist ebenfalls eine Belastung für den Rücken. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass häufig genutzte Utensilien in Augenhöhe stehen, um ein ständiges Bücken zu vermeiden. Beim Saugen, Fensterputzen und Wischen sollte ein ausreichend langstieliges Arbeitsgerät gewählt werden. Saugen und Wischen gelingen in Schrittstellung am besten, wobei das vordere Bein gebeugt ist und der Brustkorb angehoben wird, um einen Rundrücken zu vermeiden.


# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Mittwoch, 22. Juni 2011 um 05:36 Uhr in Gesund leben & ernähren | 3392 Aufrufe

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