Alzheimer – die Diagnose klingt zunächst nur eines: Niederschmetternd. Doch viele junge Menschen schieben die Thematik weit von sich, kein Wunder, ist Alzheimer doch in erster Linie als Alterskrankheit bekannt, die erst mit zunehmendem Alter überhaupt einsetzt. Doch ganz richtig ist das nicht, denn die Alzheimer Demenz wird in zwei grundsätzliche Arten unterschieden: Die sporadische Alzheimer Demenz und die early-onset Alzheimer Demenz.

 

Die sporadische Alzheimer Demenz macht sich tatsächlich erst mit fortgeschrittenem Alter, etwa ab dem 65. Lebensjahr, bemerkbar. Sie wird auch als Spätform bezeichnet und macht mehr als 90 Prozent der Fälle von Alzheimer aus. Die sporadische Alzheimer Demenz tritt ohne familiäre Häufungen auf.

 

Anders sieht es bei der early-onset Alzheimer Demenz aus. Diese Frühform kann bereits zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr einsetzen und ist erblich bedingt. Etwa fünf bis zehn Prozent der frühen Alzheimer-Erkrankungen sind der erblich bedingten Alzheimer zuzuordnen.

 

Wie hoch ist die Gefahr für die Frühform von Alzheimer?

 

Natürlich wollen wir hier keine Panik verbreiten, wenn schon in jungen Jahren erste Vergesslichkeitserscheinungen auftreten. Allerdings sollte man etwas genauer hinsehen. Die erblich bedingte Alzheimer wird von Generation zu Generation vererbt. Ist nur ein Elternteil davon betroffen, liegt das Risiko des Kindes bei 50:50. Verantwortlich für die Frühform von Alzheimer ist ein genetischer Defekt. Dieser kann mittels eines speziellen Gentests erkannt werden.

 

Zu beachten ist aber, dass der Gendefekt nicht zwingend zur Frühform von Alzheimer führen muss. Es gibt auch Fälle, in denen Patienten zwar den Gendefekt aufweisen, die Erkrankung als solche aber nicht ausbricht. Auch die Erkrankung von mehreren Personen innerhalb der Familie muss nicht zwingend ein Hinweis auf die Frühform der Alzheimer Demenz sein.

 

Kann ich der Alzheimer Demenz vorbeugen?

 

Gerade wer befürchtet, selbst von der Alzheimer Demenz in ihrer Frühform betroffen sein, stellt sich die Frage, ob er dem Ausbruch der Erkrankung vorbeugen kann. Dazu sei gesagt, dass Alzheimer bis heute nicht heilbar ist. Allerdings mehren sich Hinweise aus aktuellen Studien darüber, dass das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, durch regelmäßige Bewegung und Sport gesenkt werden kann.

 

Eine Studie aus Schweden hat 20 Jahre lang das Bewegungsverhalten der Probanden beobachtet. Das Ergebnis: Das Alzheimer-Risiko kann um gut 60 Prozent gesenkt werden, wenn man nur zwei Mal in der Woche Sport treibt. Sport soll überdies sogar bei einer schon ausgebrochenen Erkrankung helfen und die Symptome lindern.

 

Insgesamt soll die Bewegung Einfluss auf die Plaques im Gehirn nehmen, daher sei es auch nie zu spät, mit dem Sport anzufangen, so die Forscher. Es geht ebenfalls nicht darum, ob man ein anstrengendes Krafttraining absolviert oder gemütlich durch die Natur wandert, sondern lediglich um die regelmäßige Bewegung.

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 03. November 2014 um 13:53 Uhr in Gesund leben & ernähren | 1844 Aufrufe

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