Indische Flohsamen gehören zu einer uralten Heilpflanze – dem Wegerich. Sie werden vor allem in der traditionellen Ayurveda Heilkunde eingesetzt. Genutzt werden sowohl die indischen Flohsamen als auch die Flohsamenschalen.

So sollen Flohsamen und Flohsamenschalen unter anderem bei Verdauungsproblemen helfen, bei Entzündungen können sie die Hitze aus dem Gewebe ziehen und auch bei Übergewicht sollen sie helfen. Flohsamen sind vor allem dafür bekannt, sehr stark aufzuquellen. Das heißt, sie sind in der Lage das Vielfache ihres Eigengewichts an Wasser zu binden.

Inhaltsstoffe von Flohsamen und Flohsamenschalen

Die vielen positiven Heilwirkungen lassen sich unter anderem auf die Inhaltsstoffe der Flohsamen und Flohsamenschalen zurückführen. Dazu zählen Zellulose, Schleimstoffe, Glycoside und Öle. Die Heilpflanze selbst, die mehrere Unterarten ausgebildet hat, wächst an der afrikanischen Mittelmeerküste ebenso, wie in Asien, Südeuropa und Arabien. Die Wegerichart, die in Europa beheimatet ist, wurde übrigens bereits im Mittelalter zu Heilzwecken eingesetzt.

Heute werden vor allem Flohsamen und Flohsamenschalen der in Indien beheimateten Unterart, die mit unserem Spitzwegerich verwandt ist, genutzt. Zwar ist die Quellkraft bei diesen Flohsamen und Flohsamenschalen etwas geringer ausgeprägt, dafür ist der Schleimstoffanteil umso höher.

Wofür verwendet man indischen Flohsamen?

Der indische Flohsamen wird vorwiegend zur Behandlung von Verdauungsstörungen eingesetzt. Verstopfung und ein träger Darm sind ebenso behandelbar, wie Durchfall. Im ersteren Fall quillt der Flohsamen im Darm auf, so dass sich das Stuhlvolumen vergrößert. Die Darmtätigkeit wird somit angeregt. Bei Durchfall wirken die Quellstoffe ähnlich wie Kohletabletten und können überschüssiges Wasser im Darm aufsaugen. Dadurch werden die Bakterien und Giftstoffe, die den Durchfall begünstigen, unschädlich gemacht.

Die indischen Flohsamenschalen können aber auch bei Gewichtsproblemen eingesetzt werden. Die hohe Quellfähigkeit macht sie zu einem idealen Magenfüller und sorgt zudem für ein starkes Sättigungsgefühl. Im Vergleich zu Weizenkleie und Haferkleie, die ebenfalls wichtige Ballaststoffe liefern, werden die Flohsamenschalen jedoch nicht in kalorienhaltige Kohlenhydrate umgewandelt. Sie können im Gegenteil sogar Zucker, Cholesterin und Nahrungsfette an sich binden. Diese werden somit ausgeschieden und können sich gar nicht erst in den Fettdepots des Körpers anlagern. Wer Flohsamenschalen regelmäßig einnimmt, kann damit dauerhaft sogar seine Blutfett-, Blutzucker- und Harnsäurewerte positiv beeinflussen.

Flohsamen oder Flohsamenschalen – was ist besser?

Wer sich für die Einnahme von Flohsamen entscheidet, erhält den gesamten Samenkern samt Hülle. Bereits vor dem Verzehr sollten Flohsamen eine Weile in Wasser quellen dürfen. Die Flohsamenschalen bestehen dagegen nur aus den Schalen, die ganz oder gemahlen angeboten werden. Eine Quellzeit vor der Einnahme ist nicht nötig. Zudem gelten die Flohsamenschalen als sehr gut verträglich. Sie können auch direkt unter die Speisen gemischt werden.  Generell sollte nach der Einnahme von Flohsamen oder Flohsamenschalen jedoch sehr viel getrunken werden, um die Ballaststoffe gut quellen zu lassen.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 07. April 2016 um 06:09 Uhr in Gesund leben & ernähren | 701 Aufrufe

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