Wellness ist für viele Menschen mittlerweile zum festen Bestandteil des Lebens geworden. Das Wohlfühlwochenende ist kein Luxusgut mehr, sondern gehört zum Lebensstil. Die Auszeit vom Alltag, die Ruhepause vom ständigen Stress – dies gönnen sich immer mehr Menschen und legen im Urlaub großen Wert auf Entspannung.

Daher verwundert es nicht, dass die Nachfrage nach Wellnessangeboten immer weiter ansteigt. Doch das Wellnesshotel, das mit Standardanwendungen eine breite Zielgruppe bedient, hat wohl kaum mehr eine Zukunft. Das geht aus einer Befragung der Hotelkooperation Wellness-Hotels & Resorts (WHR) und Beauty24 hervor. Insgesamt wurden 2.358 Gäste und 99 Wellnesshoteliers dazu befragt. Die Ergebnisse wurden auf der Reisemesse ITB in Berlin vorgestellt.

Was wollen die Wellnessreisenden?

Wellnessreisende schaffen es nicht, sich im Alltag Ruhezonen zu schaffen, erklärt WHR-Geschäftsführer Michael Altewischer. Sie suchen in 88 Prozent der Fälle einen Rückzugsort mit besonderer Atmosphäre, einem guten Service und hoher Qualität. Für 52 Prozent der Befragten sind auch Kurse zum aktiven Entspannen, wie Qi Gong oder Yoga bei der Wellnessreise entscheidend. 40 Prozent gaben an, Angebote zu suchen, die ihnen beim gezielten Nichtstun helfen.

Ebenfalls geht es den Wellnessurlaubern um Gesundheit. Massagen und Physiotherapien sind demnach die beliebtesten Anwendungen im Wellnesshotel und für 54 Prozent von Bedeutung. Gefolgt werden diese von kosmetischen Behandlungen, Bädern und Sportprogrammen. Dabei liegen die Anforderungen der Gäste sehr hoch, was auch die Hoteliers erkannt haben. 73 Prozent von ihnen haben deshalb entschieden, verstärkt in das eigene Haus und die Fortbildung der Mitarbeiter zu investieren. Im Vorjahr lag ihre Zahl lediglich bei 67 Prozent.

Kosmetische Behandlungen sind für Gäste und Hoteliers ebenfalls von Bedeutung. Zwei Drittel der Wellnesshotels bieten solche Behandlungen an. Die Gäste stellen aber auch hier höhere Anforderungen. In den letzten fünf Jahren zeigte sich, dass Naturkosmetik für die Gäste zunehmend an Bedeutung gewinnt, jeder Vierte (27 Prozent) erwartet ein solches Angebot. Die Hightech-Kosmetik dagegen stagniert in der Nachfrage mit nur vier Prozent.

Wellnesshotels ohne Kinder

Auch zeigte die Umfrage, dass 60 Prozent der Reisenden Hotels ohne Kinder bevorzugen würden. Fast die Hälfte von ihnen (45 Prozent) reisen mit dem Partner ins Wellnesshotel und wollen die Zweisamkeit genießen. Auch sinkt das Alter der typischen Wellnessgäste. 58 Prozent gaben an, ein Hotel zu suchen, in dem in erster Linie ihre Bedürfnisse berücksichtigt werden, 44 Prozent wünschen sich, kinderfrei abschalten zu können. Während einige Experten in diesen Aussagen ein großes Potenzial durch Spezialisierung der Hotels sehen, wiegeln die Hoteliers eher ab.

Lediglich drei Prozent gaben an, ein kinderfreies Konzept für ihr Haus umsetzen zu wollen. 61 Prozent der Hoteliers erklärten gar, dass ein solches Konzept für sie nicht interessant sei und jeder Dritte (30 Prozent) würde darüber nachdenken.

Trotzdem kommt für zwei Drittel ein Wellnesshotel für Familien nicht infrage. Ein Fünftel der Befragten könnte sich das Konzept jedoch als Nische vorstellen. 85 Prozent der Hoteliers lehnten allerdings ein Konzept, das sich rein auf Singles spezialisiert, ab. Dagegen steht das Medical-Wellness-Konzept, das sich ein Drittel der Befragten vorstellen kann.

Wie entscheiden sich Hotelgäste für ein Hotel?

Geht es darum, dass sich Hotelgäste für die Buchung eines Hotels entscheiden, sind emotionale Bilder von Bedeutung. Für 91 Prozent sind professionelle Aufnahmen der Hotelzimmer entscheidend, für 83 Prozent die Hotelansichten und für 81 Prozent Fotos des Wellnessbereichs.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 11. April 2016 um 06:04 Uhr in Wellness-Urlaub | 474 Aufrufe

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