Wer sich die diesjährigen Diät-Trends anschaut, der kommt an der flexitarischen Ernährung nicht vorbei. Diese Diät hat nicht nur Vorteile für die Figur, sondern sie gilt überdies als sehr gesund.

Unter dem Begriff flexitarische Ernährung versteht man eine überwiegend vegetarische Ernährung. Anlassbedingt gibt es aber auch die Möglichkeit, Fleisch, Fisch und andere tierische Produkte zu verzehren. Mit der deutlichen und bewussten Reduzierung des eigenen Fleischkonsums geht in der Regel auch ein verstärkter Fokus auf die Qualität des konsumierten Fleischs einher. So werden in der Regel keine Fleischprodukte aus Massentierhaltung genutzt. Stattdessen sind Bio-Qualität, Nachhaltigkeit und Tierwohl wichtige Faktoren für die Kaufentscheidung bei Fleisch.

Zehn Prozent schwören auf flexitarische Ernährung

Bereits jeder zehnte Deutsche sieht sich selbst als Flexitarier. Hauptsächliche Hintergründe dafür sind ein gestiegenes Bewusstsein für nachhaltige Produktion in der Land- und Tierwirtschaft, ein gesteigertes Umweltbewusstsein sowie der Versuch, klimafreundlicher zu leben.

Auch gesundheitlich profitiert man von der flexitarischen Ernährung. So empfiehlt etwa die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nur 300 bis 600 Gramm Fleisch pro Woche. Hierzulande wird etwa die doppelte Menge verzehrt. Flexitarier dagegen kommen der Empfehlung sehr nahe und tun damit auch etwas für ihre Gesundheit.

Schließlich gewinnen sie auch mit kleinen Mengen tierischer Produkte wertvolle Vitamine und Nährstoffe aus tierischen Lebensmitteln. Dazu zählt etwa das wichtige Vitamin B12, das ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vorkommt. Hinzu kommen die gesundheitlichen Vorteile aufgrund der pflanzenbasierten Ernährungsweise. Dazu zählen, dass man ausreichend Ballaststoffe zu sich nimmt, um die Verdauung zu unterstützen und den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Darüber hinaus profitieren Herz- und Gefäßgesundheit von der überwiegend pflanzlichen Ernährung, die für einen stabilen Blutdruck sorgt. Zudem ist das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, geringer.

Nachhaltig und klimabewusst

Darüber hinaus gilt die flexitarische Ernährung als besonders nachhaltig und klimabewusst. Kranke Tiere in Massenhaltungsanlagen, die prophylaktisch Antibiotika erhalten, unwürdigen Lebensumständen ausgesetzt sind und kaum Platz haben, sind das eine Problem. Riesige landwirtschaftliche Flächen werden für die Tierhaltung und Futtermittelproduktion und stellen das andere Problem dar. Beide hinterlassen einen umweltschädlichen und klimafeindlichen Fußabdruck. Durch die besondere Wertschätzung von fair produziertem Fleisch leisten Flexitarier demnach auch einen Beitrag dazu, dass dessen Herstellung künftig ökologisch nachhaltiger und humaner abläuft.

Flexitarische Ernährung ohne strenge Regeln

Besonders vorteilhaft bei der flexitarischen Ernährung ist außerdem, dass diese einfach einzuhalten ist. Verbote gibt es nicht, auch fest definierte Obergrenzen für tierische Lebensmittel sucht man vergeblich. Es gilt lediglich, den Fleischkonsum zu reduzieren. Wie stark diese Reduktion erfolgt, kann jeder für sich selbst entscheiden.

Selbst im Restaurant oder bei geselligen Abenden mit Freunden stellen sich keine Probleme ein, denn der Flexitarier findet immer ein passendes Gericht.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 16. Mai 2022 um 10:08 Uhr in Gesund leben & ernähren | 110 Aufrufe | 0 Kommentare | Kommentare per RSS-Feed abonnieren

, , ,


Kommentieren:

Angaben speichern?

Benachrichtigung bei Folgekommentaren.




Nächster Eintrag: Agavendicksaft – gesund oder nicht?
Vorheriger Eintrag: Die besten Obstsorten im Sommer

Gesundheit

Wellness-News

Back to top