Bei zahlreichen Hautproblemen können natürliche Mittel zum Einsatz kommen, insbesondere Heilpflanzen kennt man als wahre Alleskönner bei Hautproblemen. Wichtig ist es ohnehin, vermehrt auf natürliche Substanzen in der Hautpflege zu achten, schließlich ist die Haut das größte menschliche Organ und Tag für Tag unzähligen Reizen ausgesetzt.

So sorgen Flüssigkeitsmangel, Staub- und Schmutzpartikel sowie UV-Strahlung und hormonelle Schwankungen für Haut-Stress. Die individuelle Hautpflege ist daher wichtig und muss nicht immer auf Chemie basieren. Stattdessen gilt bei der täglichen Hautpflege oft: Weniger ist mehr. Gerade Heilpflanzen können die Haut ganz ohne Konservierungsmittel, Schadstoffe und Co. gesund erhalten.

Akne und Psoriasis mit Klettenwurzel bekämpfen

So kennt man in der Pflanzenheilkunde etwa die Klettenwurzel, die bei Akne, Psoriasis und anderen entzündlichen Hauterkrankungen helfen kann. Dabei reicht schon ein Esslöffel des Krauts, das mit 250 Milliliter Wasser aufgegossen wird. Nach einer Ziehzeit von zehn Minuten kann der abgekühlte Tee genutzt werden, um einen Wattebausch damit zu tränken und die entzündeten Bereiche damit zu betupfen. Bei größeren entzündeten Bereichen kann auch ein Baumwolltuch im Tee getränkt und als Kompresse für 20 Minuten aufgelegt werden.

Stiefmütterchen gegen Neurodermitis

Stiefmütterchen machen nicht nur im Blumenbeet eine gute Figur. Bei Neurodermitis kann ein Sud aus einem Esslöffel Stiefmütterchenkraut und 250 Milliliter kochendem Wasser helfen. Der Tee zieht zehn Minuten und es sollten zwei bis drei Tassen täglich getrunken werden. Außerdem kann er für Umschläge, als Tinktur und sogar als Badezusatz genutzt werden.

Trockene und fettige Haut natürlich behandeln

Bei trockener Haut hat sich Ringelblumensalbe bewährt. Die kann man fertig kaufen oder sich aus einer Tasse der Ringelblumenblüten, 25 Gramm Bienenwachs und 125 Milliliter Kokos- oder Olivenöl selbst zubereiten. Dafür werden zunächst Öl und Wachs erwärmt und die Blüten anschließend dazu gegeben. Das Ganze darf zehn Minuten lang bei einer maximalen Temperatur von 70 Grad Celsius quellen. Über Nacht lässt man die Mischung abkühlen und ziehen und lagert die fertige Salbe am besten im Kühlschrank ein.

Bei fettiger Haut hilft dagegen Salbeimilch. Sie reinigt die unreine Haut und klärt sie gleichzeitig auf. Die Salbeimilch wird aus vier Esslöffeln frischen Salbeiblättern und 250 Milliliter Buttermilch hergestellt. Beides wird vermischt und darf 24 Stunden lang im Kühlschrank ziehen. Danach werden die Blätter ausgedrückt und die Milch abgeseiht. Anschließend tränkt man einen Wattepad in der Milch und reibt das Gesicht großzügig damit ein, bevor man das Ganze mit reichlich lauwarmem Wasser wieder abspült.

Müde Haut wieder munter machen

Müde Haut und ein fahler Teint sind keine Seltenheit. Hier lohnt sich ein Blick auf die Kneippsche Lehre. Der Gesichtsguss nach Kneipp belebt die Haut und soll bei einer täglichen Anwendung sogar straffend wirken und der Faltenbildung vorbeugen.

Für den Gesichtsguss wird kaltes Wasser benötigt. Der Wasserstrahl sollte von der rechten Schläfe über die Stirn zur linken Schläfe und wieder zurückgeführt werden. Wichtig ist, dass man durch den Mund ein- und ausatmet und das gesamte Gesicht zum Abschluss dreimal umkreist. Statt sich abzutrocknen, sollte man das Gesicht nur leicht trockentupfen. Allerdings sollte man auf den erfrischenden Gesichtsguss bei bestehenden Nervenleiden, Augenerkrankungen und einer Nebenhöhlenentzündung verzichten.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 06. September 2018 um 10:29 Uhr in Beauty: Grundlagen | 162 Aufrufe

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