Die Herbstzeit ist für viele Menschen noch einmal eine echte Herausforderung. Nasskaltes Wetter, starke Wetterumschwünge und Co. machen es nicht leicht, sich die eigene Gesundheit zu bewahren. Was also kann man tun, um den Herbst allen Widrigkeiten zum Trotz dennoch gut zu überstehen? Hier hat sich die alternative Medizin bewährt, die nicht nur bei bestehenden Erkrankungen eingesetzt werden kann, sondern ebenso der Vorbeugung dient. Einige wichtige Hilfsmittel aus diesem Bereich sollen im Folgenden vorgestellt werden.

Insbesondere Heilpflanzen nehmen dabei eine große Bedeutung ein. Und so kann mit Augentrost ein Brennen und Jucken der Augen verringert werden. Selbst Rötungen lassen sich so abbauen. Diese Reizungen entstehen durch UV-Strahlen, durch starken Wind oder Zugluft, aber auch Kälte. Schnell kann eine Bindehautentzündung die Folge sein. Gereizte Augen lassen sich ebenso mit kalten Kamilleteebeuteln behandeln, die auf die Augen gelegt werden. Schnell kann es gerade im wechselhaften Herbst auch zu einer Blasenentzündung kommen. Sie äußert sich durch einen starken, häufigen Harndrang, doch geht man auf die Toilette kommen lediglich ein paar Tröpfchen. Hier kann Küchenschelle Linderung verschaffen. Zusätzlich sollte die Blasenregion mit Wärme behandelt werden, eine auf den Bauch gelegte Wärmflasche schafft hier Abhilfe.

Fieber und trockene Haut, sowie massive Blässe und eine beschleunigte Atmung sind klare Anzeichen für eine heftige Erkältung. Hier kann Blauer Eisenhut zumindest die Beschwerden lindern. Auch Husten-Attacken, die mitunter recht heftig ausfallen können, machen sich im Herbst breit. Insbesondere der trockene Reizhusten tritt häufig auf und jeder Hustenanfall wird dann von stechenden Schmerzen begleitet. Hier kann es hilfreich sein, Zaunrübe einzunehmen. Ein auf den ersten Blick eher unangenehm schmeckendes Rezept bei Husten ist ein Sud aus Wasser, echtem Lackritz, Zwiebeln und Kandiszucker. Alles wird für eine Dreiviertelstunde aufgekocht, anschließend wird mehrmals täglich ein Teelöffel davon eingenommen.

Bei starkem Schnupfen, verbunden mit heftigen Niesanfällen, sowie tränenden Augen und Kopfschmerzen, sollte die Zwiebel zum Einsatz kommen. Die Zwiebel kann zusätzlich bei Halsschmerzen verwendet werden, dazu wird eine Zwiebel mit braunem Kandis und Wasser aufgekocht und der Sud wird esslöffelweise eingenommen. Kamillenextrakt, das in heißem Wasser aufgelöst wird, ist die ideale Ausgangsbasis für eine Inhalation. Etwa zehn Minuten sollte diese dauern, damit werden die Nebenhöhlen bei Schnupfen frei gemacht.

Die Erkältung geht mit vielfältigen Symptomen einher, unter anderem mit Gliederschmerzen. Dagegen hilft ein entspannendes Vollbad, optimalerweise mit den richtigen Badezusätzen, wie Eukalyptusöl, das für eine freie Nase sorgt. Oft entwickeln sich während der Herbstzeit auch kleine Bläschen an den Lippen. Die gefürchtete Lippenherpes kann mit Honig behandelt werden. Dieser wird auf eine Mullbinde gegeben und anschließend auf die betroffenen Stellen gelegt. Vier Mal pro Tag für jeweils 15 Minuten sollte diese Prozedur durchgeführt werden.

Auch Ohrenschmerzen treten oftmals in Verbindung mit der Erkältung auf. Die heimische Küche hält hierfür die Kartoffel bereit. Dafür wird sie als Pellkartoffel gekocht, anschließend heiß zerdrückt und auf ein Handtuch oder einen Waschlappen gegeben: Damit wickelt man die Kartoffel ein und hält sie ans Ohr, um die Schmerzen zu lindern. Wer dagegen unter starker Unruhe im Herbst leidet, der sollte es mit Johanniskraut samt Blüten versuchen. Etwa ein bis zwei Teelöffel werden mit heißem Wasser übergossen und die Ziehzeit beträgt fünf Minuten. Der Aufguss wird anschließend schluckweise getrunken. Um den Querelen des Herbstes von vornherein vorzubeugen, eignet sich die Wechseldusche. Heiß und kalt im Wechsel zu duschen, am besten beginnend mit den Beinen über die Arme, den Bauch und zuletzt das Gesicht, stärken die Abwehrkräfte, fördern die Durchblutung und machen munter für den Tag.


# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 24. September 2012 um 05:32 Uhr in Gesund leben & ernähren | 1738 Aufrufe

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