Auf den ersten Blick wirkt die Bittermelone eher unappetitlich und hat wenig mit der klassischen Wassermelone gemein. Trotzdem lohnt es sich, sich genauer mit dieser Frucht auseinanderzusetzen. Egal, ob als Tee, Extrakt oder in Pulverform, die Bittermelone kann gesundheitlich viel bewirken.

Die Bittermelone ist übrigens auch unter den Namen Bittergurke oder Balsambirne bekannt. Es handelt sich dabei um eine Kletterpflanze, die gelbe Blüten ausbildet. Aus diesen entwickeln sich grüne, gurkenähnliche Früchte. Die Bittermelone ist in China und Indien beheimatet, wird mittlerweile aber auch in den USA, Afrika und Europa angebaut.

Bittermelone mit wertvollen Inhaltsstoffen

Die Bittermelone findet sich in der asiatischen Küche in zahlreichen Gerichten wieder, wobei sie meist gekocht oder gebraten wird, um den bitteren Geschmack zu entfernen. Besonders interessant an der Frucht sind die wertvollen Inhaltsstoffe, die selbst nach einer einstündigen Kochzeit nicht verloren gehen.

Schon seit Jahrhunderten kennt man die Bittermelone in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Seit einigen Jahren hat man jedoch auch im europäischen Raum den Nutzen der Bittermelone für sich entdeckt.

Wogegen soll die Bittermelone wirken?

Die Bittermelone hat viele wertvolle Inhaltsstoffe, weshalb sie auch gegen unterschiedliche Erkrankungen eingesetzt werden kann. Unter anderem sorgt der hohe Anteil an Charantin dafür, dass die Pflanze als hypoglykämisch eingestuft wird. Das heißt, dass sie den Blutzucker senken kann, weshalb sie zur Unterstützung bei der Behandlung von Diabetes mellitus zum Einsatz kommt.

Auch die Verdauung kann durch die Bittermelone positiv beeinflusst werden, so soll sie die Peristaltik fördern und damit Verstopfung vorbeugen können. Ebenfalls ist viel Vitamin A in der Bittermelone enthalten, weshalb man der Frucht auch einen Anti-Aging-Effekt nachsagt.

Gleichzeitig heißt es oft, dass die Bittermelone antibakteriell und antiviral wirkt, so dass sie auch bei Infektionen gerne eingesetzt wird. Zusätzlich wollen Studien herausgefunden haben, dass ein Extrakt aus der Pflanze das Wachstum von Tumorzellen hemmen kann, wodurch der Einsatz auch bei Krebs in Betracht gezogen wird. Nicht zuletzt kann man aus den Blättern der Bittermelone einen Saft gewinnen, der bei Insektenstichen, leichtem Sonnenbrand, kleineren Verletzungen und Fieberblasen aufgetragen werden kann und Linderung verschaffen soll.

Bittermelone kann auch Nebenwirkungen haben

Trotz aller Vorteile, die die Bittermelone mit sich bringt, kann sie auch Nebenwirkungen haben. Dies gilt insbesondere bei einer Überdosierung oder eine sehr langen, regelmäßigen Verwendung von Tee oder Pulver aus der Pflanze.

Kopfschmerzen, Fieber, Magenbeschwerden, Erbrechen und Übelkeit, Fruchtbarkeitsstörungen, Herz-Rhythmus-Störungen sowie eine Entzündung der Leber können bei einem übermäßigen Gebrauch der Bittermelone auftreten.

Deshalb sollte auch während der Schwangerschaft und Stillzeit auf Bittermelone sowie darauf basierende Produkte verzichtet werden. Diese haben in der Regel eine abführende Wirkung. Ebenso sollten Kinder einen Tee aus Bittermelone nur unter ärztlicher Aufsicht trinken, sonst könnte dieser giftig sein.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 01. März 2018 um 12:56 Uhr in Gesund leben & ernähren | 208 Aufrufe

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