Glutenfreie Ernährung ist gesund – das ist der allgemeine und weit verbreitete Glaube, nicht nur hierzulande. Wie so oft kam der Trend zur glutenfreien Ernährung aus den USA. Und dort regten sich einige Promis auch darüber auf, dass zwar alle auf eine glutenfreie Ernährung schwören, aber gleichzeitig gar nicht wissen, was Gluten eigentlich ist. Grund genug, sich einmal genauer mit der Thematik zu befassen.

 

Was ist Gluten?

 

Gluten ist ein Protein, das aus Getreide stammt. Wird es mit Wasser zusammengebracht, entsteht ein Klebereiweiß. Und dieses ist verantwortlich für die elastische Konsistenz von Teigen gebackener Brote und ähnlichem.

 

Gluten steckt aber nicht nur in Brot und Brötchen, sondern auch in Kuchen und Keksen, sowie anderen Teigwaren. Zu ihnen zählen etwa Pizza und Pasta. In geringeren Mengen gilt Gluten als wichtiges Bindemittel für Bier, Ketchup und Cornflakes. Zahlreiche Fertiggerichte und ebenso viele Süßwaren werden mit Hilfe von Gluten hergestellt.

 

Gluten kommt natürlicherweise in den Körnern von Roggen, Dinkel, Gerste und Weizen vor. Daher sind aus diesen Getreidesorten hergestellte Lebensmittel ebenfalls glutenhaltig. Da Gluten aber auch als beliebtes und günstiges Verdickungsmittel gilt, welches die Konsistenz von Industrieprodukten beeinflussen kann, kommt es dort ebenfalls zum Einsatz.

 

Was bewirkt Gluten im Körper?

 

Vielfach heißt es, Gluten sei ungesund. Das stimmt aber nur für Personen, die unter einer Gluten-Sensitivität leiden. Bei gesunden Personen ist Gluten völlig unbedenklich. Wer jedoch an der Zöliakie erkrankt ist, für den reichen schon kleinste Mengen an Gluten aus, um ernsthafte Gesundheitsschäden zu erleiden. Typische Beispiele dafür sind chronische Entzündungen, die im Magen- und Darm-Trakt auftreten. Sogar Krebs kann in einigen Fällen entstehen.

 

Grundsätzlich kann die Erkrankung an Zöliakie die Dünndarmschleimhaut schädigen. Dadurch wird ihre Aufnahmefähigkeit beeinträchtigt. In der Folge kommt es zu Verdauungsproblemen und Bauchschmerzen. Außerdem können wichtige Nährstoffe und Vitamine vom Körper nicht mehr richtig aufgenommen werden.

 

Auch die Aussage, Gluten mache dick, kann so nicht stehen bleiben. Diese Annahme ist dadurch entstanden, dass Gluten vor allem in kohlenhydratreichen Lebensmitteln vorkommt. Natürlich kann man abnehmen, wenn man auf Weißbrot und Nudeln verzichtet, das gelingt aber auch beim Verzicht auf den Schweinebraten, in dem kein Gluten enthalten ist. Zudem können glutenfreie Lebensmittel sogar zusätzlich mit Fett oder Zucker angereichert sein, um Geschmack und Konsistenz zu verbessern. In diesem Fall sind die glutenfreien Produkte die Dickmacher.

 

Was sollte man sonst noch rund um Gluten wissen?

 

Gesunde Menschen benötigen grundsätzlich kein Gluten, sie können aber problemlos mit der Aufnahme von Gluten leben. Dieses gehört zu den Stoffen, die eher zufällig in verschiedenen Nahrungsmitteln enthalten sind. Besondere Vorteile durch den Verzicht auf Gluten sollte aber niemand erwarten.

 

Eine Gluten-Unverträglichkeit bzw. Zöliakie erkennt man an immer wieder auftretenden Bauchschmerzen und Verdauungsproblemen. Auch ein Gewichtsverlust und die fehlende Gewichtszunahme trotz entsprechender Bemühungen könnte ein Anzeichen für die Zöliakie sein. Das sollte unbedingt vom Arzt abgeklärt und behandelt werden. Unter Umständen liegt auch nur eine Gluten-Sensitivität vor, keine Zöliakie. Die Symptome sind ähnlich, die Folgen aber bei weitem nicht so schwer.

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 25. August 2014 um 07:39 Uhr in Gesund leben & ernähren | 896 Aufrufe

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