Slow Jogging gehört zu den neuen Sportarten, die ein gutes Training versprechen, ohne dabei zu anstrengend zu wirken. Beim Slow Jogging geht es um möglichst langsames Laufen, erklärt Lutz Hertel vom Deutschen Wellness Verband, der das Konzept auf der Fitnessmesse Fibo in Köln vom 12. bis 15.

April 2018 vorgestellt hat.

Entwickelt hat das Slow Jogging Prof. Hiroaki Tanaka, ein Sportphysiologe aus Japan. Der Unterschied zum herkömmlichen Joggen besteht auf den ersten Blick im Tempo. Doch auch die Fußstellung ist entscheidend. So setzt der Jogger zuerst die Ferse auf, während der Slow Jogger die Füße mit dem Mittelfuß aufsetzt. Wie Hertel weiter erklärt, werden dadurch die Hüften, Knie und Wirbelsäule weniger belastet.

Slow Jogging – kleine Schritte sind entscheidend

Dass Slow Jogger nicht so schnell vorankommen, liegt auch daran, dass die Schritte kleiner ausfallen. So macht man viele kleine Schritte, idealerweise 180 pro Minute. Wer die Schritte nicht zählen will, kann auch im Takt zu einem Song mit 180 bpm laufen.

Der Slow Jogger sollte aufrecht laufen und die Arme locker mit schwingen lassen, wobei sie leicht angewinkelt sind. Auch muss niemand Angst haben, dass beim Slow Joggen kein echter Trainingseffekt zustande kommt. Im Gegenteil: Wer am Training dran bleibt, wird im Laufe der Zeit fitter und kann zudem die eigene Ausdauer stärken. Das kann sogar Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln bestätigen.

Der begeisterte Slow Jogger erklärt, dass es eigentlich nicht langsam genug sein kann. Auf jeden Fall sollte man sich noch problemlos unterhalten können. Allerdings sollte dann die Joggingrunde etwas länger ausfallen. Wenigstens 30 Minuten für den Anfang, später gerne eine Stunde und mehr sollten drin sein.

Umstieg vom Joggen aufs Slow Joggen

Wer als gut trainierter und passionierter Jogger aufs Slow Jogging umsteigen will, sollte es langsam angehen. Der Stil des Slow Joggens kann insbesondere Waden und Achillessehnen stark beanspruchen. Daher sollte man zum Start langsam ins Training einsteigen: Eine Minute Slow Joggen, eine Minute Gehen – das wäre der ideale Trainingseinstieg. Diese Trainingsform sollte man ein bis zwei Wochen durchhalten. Wer nämlich zu schnell zu viel will, riskiert auch schnell eine Wadenentzündung.

Anfangs sollten die Strecken auch eher kurz gewählt und zwischendurch mit Einheiten des Gehens kombiniert werden. Stück für Stück kann die Slow Jogging Strecke dann ausgebaut werden. Wer es mit dem Slow Jogging dann schon eine halbe Stunde durchhält, der darf sich auf die Ausschüttung von Anandamid freuen. Es dockt im Körper an den gleichen Stellen an, wie der Hauptwirkstoff in Cannabis.

Auch beim Slow Jogging sollte man zudem auf das richtige Schuhwerk achten. Die klassischen Joggingschuhe, bei denen die Ferse dick gepolstert ist, sind eher ungeeignet. Besser sind Schuhe, die eine biegsame Sohle und wenig Höhenunterschied zwischen Ferse und Spitze haben. Dieser Höhenunterschied wird auch als Sprengung bezeichnet und sollte höchstens acht Millimeter betragen.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 19. April 2018 um 06:57 Uhr in Gesund leben & ernähren | 200 Aufrufe

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