Nun geht es auf den Sommer zu und es fällt wieder leichter, sich morgens mit der berühmten Wechseldusche rundum fit zu machen, anstatt kannenweise Kaffee gegen die Morgenmuffeligkeit aufzufahren. Und nein, das ist keine Methode “für harte Jungs”, denn schon nach kurzer Gewöhnung an den Wechsel zwischen heiß und kalt fühlt sich die Abkühlungsphase angenehm und belebend an - versprochen!

Pfarrer Sebastian Kneipp hat die Wechseldusche nicht etwa erfunden, sondern lediglich als heilsames Verfahren bekannt gemacht. „Wie eine Mühle durch den Wasserstrom getrieben wird, so wird durch die Wasseranwendung die ganze Natur in größere Tätigkeit gesetzt und bekommt mehr Frische“, schrieb er. Doch wird der Körper nicht nur erfrischt, sondern erfährt auch eine ganze Reihe gesundheitsförderlicher Wirkungen: Der Temperaturwechsel regt den Kreislauf an, fördert die Durchblutung und stärkt die Immunabwehr. Auch der Lymphfluss wird verbessert, was im Kamf gegen die Cellulite nicht unwichtig ist. Weiter werden die Gefäße trainiert, sich schneller zu erweitern und zu verengen,  Kälteempfindlichkeit verschwindet und in der kühlen Jahreszeit neigt man weniger zu Erkältungen. Insgesamt wird auch die Haut straffer, womit die Wechseldusche auch einen Wert in der Schönheitspflege bekommt!


Wer damit anfängt, kann es langsam angehen: Die Kaltphase nicht gleich mit sehr kaltem, sondern lauwarmem Wasser durchführen, die Warmphase doppelt bis dreimal so lange wie die kalte andauern lassen. Kaltes oder kühles Wasser immer erst über die äußeren Extremitäten laufen lassen, also an den Füßen und Händen beginnen und langsam nach oben, zum Körper hin duschen.


Nach wenige Tagen beginnt man, sich danach zu sehnen - das ist ganz ähnlich wie Saunieren:  Einsteiger wundern sich, wie man nach 10 Minuten bei 90 Grad so glücklich unter die kalte Dusche springt. Tja, es ist eben ein echter Genuss - und wann hat man schon so richtig gesunde Genüsse?

# Link | Christiane Bach | Dieser Artikel erschien am Freitag, 30. Mai 2008 um 06:35 Uhr in Gesund leben & ernähren | 3880 Aufrufe


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