Wie das Magazin FOCUS berichtet, haben amerikanische Wissenschaftler heraus gefunden, dass Steuern zahlen glücklich macht - allerdings nicht ganz so glücklich wie freiwilliges Spenden. Der Psychologe Ulrich Mayr, der Ökonom William Harbaugh und ihr Kollege Dan Burghart von der Universität Oregon gaben 19 weiblichen Testpersonen je 100 Dollar, von denen sie dann einen Teil als “Steuern” an eine soziale Einrichtung abdrücken mussten. Prompt funkten genau jene Regionen ihrer Gehirne, die auch nach dem Verzehr von Süßigkeiten aktiviert werden.
Damit sei bewiesen, dass es einen angeborenen Altruismus gäbe:  das Abgeben macht Freude, selbst dann, wenn es nicht freiwillig geschieht. 

Nun ja: wieder mal hat der Berg gekreißt und eine Maus geboren! Dass Geben und Schenken Freude macht, muss eigentlich nicht erst aufwändig mittels Gehirn-Scanning erforscht werden, sondern liegt auf der Hand. Ohne dieses “Glück des Gebens” würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren, die vielen wohltätigen Organisationen bekämen keine Spenden und Weihnachten wäre nicht die Geschenke-Orgie, die wir jeden Dezember erleben.  Aber: Das Abgeben von 19 Dollar an soziale Einrichtungen als “Freude am Steuern zahlen” zu interpretieren, halte ich für sehr weit hergeholt. Vermutlich will man mit der provokanten Schlagzeile in die Medien, doch davon wird die These auch nicht wahrer!

# Link | Christiane Bach | Dieser Artikel erschien am Samstag, 16. Juni 2007 um 07:23 Uhr in Wellness: Erfahrungen | 1995 Aufrufe


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