Ja, die heißen wirklich so: Distel, Dünengras, Sand, Gischt, Nebel und Horizont sind die Namen, die der Naturfarbenhersteller biopin unter dem Namen “Deko-Trend” anbietet. Da ich erst kürzlich über die gesundheitlichen Vorteile eines Kalkanstrichs schrieb, fallen mir im Moment Infos rund ums Renovieren stärker ins Auge. Und es hört sich ja wirklich gut an: “Naturharze sowie pflanzliche Öle und mineralische Pigmente ersetzen in Lacken, Lasuren, Dispersionsfarben und Wachsprodukten die gesundheitlich bedenklichen Stoffe herkömmlicher Anstrichmittel.”  Die genauen Inhaltsstoffe der Materialien sind auf den Verpackungen und Behältnissen genau aufgelistet.

Nun ist im vergangenen Jahr eine neue EU-Richtlinie in Kraft getreten, die die bedenklichen Stoffe in Anstrichmitteln reduzieren soll. Ich hab’ mir das mal kurz durchgelesen und festgestellt: es bezieht sich im Wesentlichen auf die verwendeten Lösungsmittel, nicht auf andere Bestandteile der Farben und Lacke. Und ja, das wurde auch mal Zeit: ich erinnnere mich, dass früher das Renovieren durchaus etwas Berauschendes hatte: Lacke auf Basis von Kunstharzverdünnung und ähnlichen Hämmern wirken beim Einatmen ihrer Ausdünstungen ähnlich einem Klebstoffrausch aus der Tüte (den ich allerdings nur aus Beschreibungen kenne). Gut, dass es das nun gar nicht mehr gibt!

Wer aber auf Nummer sicher gehen und sich beim Renovieren nicht unwissentlich Wohngifte ins Haus holen will, macht sicher nichts falsch, weiterhin die auf Giftfreiheit optimierten Biofarben zu wählen. Leider sind die oft deutlich teurer, was mich angesichts der Ölpreis-Entwicklung eigentlich wundert: so langsam müssten ja doch die Produkte der “Ölchemie” teurer werden - oder sehe ich da was falsch?

# Link | Christiane Bach | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 10. Juli 2008 um 07:01 Uhr in Prävention | 2969 Aufrufe


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