Schon seit Jahrhunderten ist die Bartflechte in der Naturheilkunde bekannt, selbst die alten Ägypter haben die Heilkräfte des Flechtengewächses gekannt. Die Bartflechte lässt sich besonders vielseitig einsetzen.

Die Bartflechte, botanisch Usnea barbata, wurde bereits vor 4.000 Jahren zur Behandlung der unterschiedlichsten Erkrankungen, wie Gelbsucht oder Übelkeit, eingesetzt. Die Pflanze, die gräulich bis grünlich gefärbt ist, wächst an der Baumrinde sowohl von Nadel-, als auch von Laubbäumen und ist ebenfalls als Altmänner-Bart oder Baummoos bekannt. Die Heilpraxis kennt die Bartflechte sogar als wirksames Antibiotikum.

Wichtige Inhaltsstoffe der Bartflechte

Grund für ihre hohe Wirksamkeit sind vor allem die wertvollen Inhaltsstoffe, zu denen unter anderem Vitamin C und Gerbstoffe, wie etwa die Usninsäure, zählen. Daher lässt sich die Pflanze innerlich und äußerlich gleichermaßen anwenden.

So sagt man ihr unter anderem eine allgemein stärkende und antibakterielle Wirkung nach. Ebenso soll sie die Wundheilung beschleunigen und Wundbrand verhindern. Selbst die Kosmetikindustrie hat die Bartflechte für sich entdeckt. Hier nutzt man sie als Konservierungsmittel für Cremes, Salben und Anti-Schuppen-Shampoos.

Wogegen die Bartflechte eingesetzt werden kann

Die Bartflechte eignet sich unter anderem als natürliches Deodorant, da sie geruchshemmend wirkt. So gibt es in Apotheken spezielle Deos mit Usnea-Barbata-Extrakt. Ebenfalls findet man dort Pastillen zum Lutschen, die bei starken Rachen- und Mandelentzündungen Linderung versprechen. Auch diese sind mit Bartflechten-Extrakt versehen. Die enthaltenen Bitterstoffe sorgen dann dafür, dass sich ein Schutzfilm um die Schleimhaut im Rachen legt und die Beschwerden gelindert werden.

Selbst bei Infektionen, etwa von Tuberkelbakterien, Streptokokken und Staphylokokken kann Bartflechte helfen. Grund dafür sind die antibakteriellen Eigenschaften der Heilpflanze. Deshalb wirkt eine Tinktur aus der Pflanze sogar bei Fußpilz. Sie sollte in jedem Fall die Usninsäure enthalten.

Auch Magen und Haut profitieren von der Bartflechte

Bei Hautproblemen, wie entzündeten Haarfollikeln, die durch eine Infektion mit Staphylokokken ausgelöst werden, kann die Tinktur sinnvoll sein. Mit ihr betupft man die schmerzenden Hautstellen und Pickel und fördert so den Heilungsprozess. Das gilt ebenfalls für Abszesse.

Ein Tee aus der Heilpflanze soll bei Magen- und Darmerkrankungen hilfreich sein. Er wirkt zudem beruhigend auf die Gallenblase. Dafür sollte allerdings eine Trinkkur mit dem Tee über einen längeren Zeitraum getrunken werden. Durch diese Kur lässt sich der Körper von gespeicherten Giftstoffen befreien und aufgenommene Pestizide und Schwermetalle werden bekämpft.

Ein Bad mit Bartflechte kann bei Hautentzündungen und –unreinheiten helfen, aber auch bei Akne. Drei bis vier Mal täglich können Umschläge mit einer Bartflechte-Tinktur aufgelegt werden. Dabei muss das Extrakt nicht einmal mit Wasser verdünnt werden, bevor es angewendet wird. Die starke antiseptische Wirkung der Usninsäure sorgt für die wohltuende Wirkung auf die Haut.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Sonntag, 24. Februar 2019 um 16:13 Uhr in Gesund leben & ernähren | 200 Aufrufe

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