Sicher kennen mittlerweile alle die Geschichte von angeblich so hohen Eisengehalt des Spinats: Es war ein Tippfehler gewesen, der dazu geführt hatte, dass ganze Kinder-Generationen mit Unmengen von Spinat “gequält” wurden - unsinnigerweise, wie sich später heraus stellte. Weniger bekannt, aber fur ein fröhliches Osterfest nicht ganz unwichtig, ist die Rehabilitation des gemeinen Hühnereis, die mittlerweile ebenfalls statt gefunden hat. Anders als jahrelang behauptet und geglaubt, treibt ein Ei den Cholesterinspiegel NICHT in die Höhe. Wie WELT ONLINE berichtet, sind mehrere seriöse Studien zum entwarnenden Ergebnis gekommen: zwar enthält ein Eidotter tatsächlich ein Gramm Cholesterin, doch verändert das den Cholesterinspiegel des Körpers nicht.

Aha! Wieder mal ein Jahrzehnt falsche Befürchtungen gehegt!  Eigentlich bin ich ganz froh, dass es mir nie wirklich gelungen ist, mich streng an alle gerade gültigen Ernährungsregeln zu halten: es wechselt einfach zu oft, was gerade als gesund oder ungesund gilt. Dabei haben Eier von Alters her einen guten Ruf, der sich aus der Betrachtung mit dem gesunden Menschenverstand ergibt: schließlich enthält ein Ei alles, um ein neues Lebewesen entstehen zu lassen und dabei ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen. Z.B. jede Menge Proteine, dazu B-Vitamine, Lutein und Zeaxanthin, Folsäure, Cholin und 40 mal soviel Vitamin D wie Milch: das Ei ist also ein hochwertiges Lebensmittel und sogar für Diäten gut geeignet.

Warum aber beeinflusst das Cholesterin im Ei den Cholesterinspiegel nicht? Nun, wie bei vielen Körperprozessen passt sich die körpereigene Cholesterinproduktion den Gegebenheiten an: kommt viel rein, wird die Eigenproduktion herunter gefahren, im umgekehrten Fall produziert der Körper selber mehr. Wir können also zu Ostern ganz beruhigt in gefärbten oder ungefärbten Eiern schwelgen!

# Link | Christiane Bach | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 01. April 2010 um 18:44 Uhr in Gesund leben & ernähren | 4764 Aufrufe


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