Diesen schönen Titel fand ich auf 7-wochen-ohne.de, die Website zur Fastenaktion der evangelischen Kirche. 

Die Fastenzeit bis Ostern ist eine uralte Tradition:  eine Zeit der Enthaltsamkeit, in der man auf leibliche Genüsse verzichtet, um Platz für spirituelle Erfahrungen zu schaffen. Vom Wortursprung bedeutet Fasten “fest”, im Sinne von ?an Geboten festhalten?. Zu Karneval wird für 40 Tage dem ?Fleisch lebe wohl? gesagt, so die Übersetzung des lateinischen “Carne vale”. Auch der Begriff “Fastnacht” (Nacht vor Beginn der Fastenzeit) erinnert an die alte Tradition.

Die kirchliche Aktion geht nicht von totalem Fasten aus, sondern will dazu einladen

- eingeschliffene Alltagsgewohnheiten zu überdenken,
- auf lieb gewonnene “Sünden”, wie z.B. Alkohol, Nikotin, Süßigkeiten zu verzichten,
- zu klären, was Lebensqualität ausmacht,
- Platz zu schaffen für Veränderungen,
- neue Perspektiven zu entwickeln,
- durch Konsumverzicht Solidarität mit Benachteiligten zu zeigen.

Mit diesen Anliegen kann ich auch als nicht religlös orientierter Mensch etwas anfangen. Eigentlich ist das Programm ein echtes “Wellness-Programm”, denn auch beim Wohlbefinden geht es ja nicht allein um körperliche Genüsse. Dem Körper nicht schaden, ihn mal reinigen und entschlacken, dabei neue Erfahrungen durch andere Verhaltensweisen machen - raus aus den einfahrenen Gewohnheiten, rein in “die Leere, aus der die Fülle kommt” (wie mein Yoga-Lehrer es nennt).

Da ist dann auch Platz, sich auf Wesentliches zu besinnen: es gibt noch ein Leben neben der heute so verbreiteten Anstrengung, schlank, jung, schön und “fit für den Markt” zu sein!


# Link | Christiane Bach | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 22. Februar 2007 um 11:32 Uhr in Wellness: Erfahrungen | 2619 Aufrufe

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