Sehr kritisch schauen viele Frauen auf die Inhaltsstoffe von Kosmetikprodukten: Was an die Haut kommt, ist uns nicht egal, Naturkosmetik erlebt seit Jahren eine Boom. Was die Bräunung per Solarium angeht, sorgt sich der Gesetzgeber und hat Jugendlichen unter 18 Jahren seit August den Besuch gar ganz verboten. Weniger besorgt gehen viele Verbraucher (und auch unsere Regierenden!) seltsamerweise mit der Kleidung um. Immerhin tragen wir den ganzen Tag Stoffe am Leib, die intensiv mit der Haut in Kontakt kommen - es ist aber beileibe nicht nur Stoff, den wir da auf zärtlichste Nähe heran lassen.

Der soeben erschienene Artikel “Freizeit-Kleidung giftiger als man denkt” auf der Eltern-Seite Lernen & Fördern listet zum Beispiel auf, was in einem Kleidungsstück aus “100% reiner Baumwolle” alles drin sein kann, nämlich “73 Prozent Baumwolle,  2 Prozent Polyacryl, 8 Prozent Farbstoffe, 14 Prozent Harnstoff-Formaldehydharz, 3 Prozent Weichmacher und 0,3 Prozent Optische Aufheller”. Und das völlig legal, denn die Angabe “100% reine Baumwolle” bezieht sich lediglich auf die Textilfasern im Stoff, nicht etwa auf die Zusammensetzung insgesamt, wie man als uninformierte Käuferin erstmal denkt.


Die so genannte „Veredelung“ von Kleidugsstücken durch Bleichen, Färben oder Anti-Knitter-Ausrüstung mithilfe diverser Chemikalien ist jedoch noch nicht das ganze Schadstoffproblem. Die Baumwolle selbst wird im Lauf ihres Wachstums bis zu 25 mal mit Schädlingsbekämpfungsmitteln behandelt, von denen einiges an Rückständen in den Klamotten verbleibt. Wer sich vor möglichen Auswirkungen der Fremdstoffe schützen will, muss auf Textilien mit dem „Öko-Tex Standard 100“ ausweichen, bzw. als Allergiker auf den höchsten Standard “Naturtextil”. Leider haben diese schadstofffreien Kleidungesstücke auch ihren stolzen Preis! Wer den nicht immmer aufbringen kann oder will, kann dennoch etwas für die Hautgesundkeit tun: Mehrmaliges Waschen der neuen Sache wäscht ein Großteil der Schadstoffe heraus.

# Link | Christiane Bach | Dieser Artikel erschien am Freitag, 14. August 2009 um 13:09 Uhr in Gesund leben & ernähren | 4250 Aufrufe

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