Gerade, wer an Diabetes leidet, sollte seinen Füßen besondere Aufmerksamkeit und Pflege schenken. Wir haben ein kleines Wellness-Programm für die Füße zusammengestellt, das sich auch zu Hause problemlos durchführen lässt.

Wer am Morgen schon unter Druck steht, bei dem reicht es gerade einmal für die schnelle Dusche, vielleicht noch das Eincremen von Gesicht und Händen. Die Füße werden schnell vergessen, verschwinden in Socken und geschlossenen Schuhen. Dabei ist es gerade für Diabetiker wichtig, ihre Füße zu pflegen. Bei ihnen kommt es häufig zu Durchblutungsstören und Nervenschäden. Das Gefühl in den Füßen lässt nach und schon kleine Verletzungen können sich schnell zu schlecht heilenden Wunden auswachsen, die man aufgrund des wenigen Gefühls in den Füßen nicht einmal bemerkt. Deshalb sollte man die Füße regelmäßig pflegen, sorgfältig eincremen und prüfen, ob sich Verletzungen gebildet haben.

Das Fußbad – Wellness pur

Ein warmes Fußbad ist der ideale Start in das Wellness-Programm für die Füße. Schon drei bis vier Minuten sind ausreichend, damit die Haut nicht zu sehr aufweicht. Allerdings wird durch das verringerte Gefühl in den Füßen bei Diabetes nicht sofort bemerkt, wenn das Wasser zu heiß ist. Deshalb sollte ein Badethermometer eingesetzt werden. Die Wassertemperatur sollte maximal 35 Grad Celsius betragen. Für das Waschen der Füße eignen sich milde, pH-neutrale Seifen und Lotions sowie ein weicher Waschlappen.

Nach dem Fußbad sollten die Füße besonders sanft abgetrocknet werden – am besten mit einem weichen Handtuch. Das Trockenrubbeln ist dagegen für das Wellnessprogramm nicht geeignet. Zwischen den Zehen kann ein Kosmetiktuch für das Entfernen der Feuchtigkeit sorgen.

Wenigstens einmal pro Tag sollten Diabetiker sich die Zeit nehmen, um die Füße mit einem Spiegel auf Veränderungen hin zu überprüfen. Selbst Sohlen und Zehenzwischenräume lassen sich so erkunden. Sobald Druckstellen, Rötungen, kleine Bläschen oder Einrisse auffallen, sollten Diabetiker diese dem behandelnden Arzt zeigen, um die Behandlung abzustimmen.

Die richtige Pflege der Füße

Außerdem kommt es auf die richtige Pflege der Füße an. Ein bis zwei Mal pro Woche kann der Bimsstein eingesetzt werden, um die Hornhaut an Fersen, Zehen, Sohlen und Ballen zu entfernen. Hornhauthobel und –raspel sind zwar auch denkbar, allerdings sehr scharf und daher für Diabetiker nicht geeignet.

So oft, wie die Hornhaut entfernt wird, so oft sollte man auch den Zehennägeln Beachtung schenken. Eine weiche, abgerundete Feile aus Glas oder Sandpapier eignet sich optimal, um die Zehennägel zu kürzen. Die Nägel sollten stets gerade gefeilt werden, die Ecken leicht abgerundet. So wird vermieden, dass sie auf die Nachbarzehen drücken.

Wellnessbehandlung für die Füße

Ist das Fußbad beendet und die Pflegeprozedur ebenso, dann geht es darum, die eigenen Füße noch ein wenig zu verwöhnen. Auch die Füße brauchen Feuchtigkeit. Deshalb sollte eine gute Creme aufgetragen werden, die Feuchtigkeit spendet und schnell in die Haut einzieht. Fettsalben sind dagegen wenig geeignet, weil sie einen oberflächlichen Film auf der Haut bilden, unter dem sich die Wärme staut. In der Folge weicht die Haut wieder auf.

Hühneraugen, schwielige Hornhaut oder verdickte und eingewachsene Zehennägel sollte man dagegen vom Podologen entfernen lassen. Auch medizinische Fußpfleger können dabei helfen. Wenn Diabetiker bereits unter Nervenschäden und/oder Durchblutungsstörungen leiden, wird der Arzt ihnen die Behandlung beim Podologen sogar verordnen.

Um den Füßen noch ein wenig mehr Wohlbefinden zu vermitteln, kann man sie auch massieren. Das geht am besten beim Eincremen, fördert die Durchblutung und hält die Füße zusätzlich beweglich.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 04. Juli 2016 um 05:38 Uhr in Wellness: Behandlungen | 386 Aufrufe

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