...jedenfalls nicht zur Vorhersage bestimmter Gesundheitsrisiken. Das ist jedenfalls das Ergebnis eine Studie von Medizinern der der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, die in diesen Tagen vielfach zitiert wird.


Ist das nun so verwunderlich? Ich meine, mich zu erinnern, dass der BMI mit seiner schlichten Formel “Gewicht durch Körpergröße in Metern zum Quadrat” schon immer dahin gehend kritisiert wurde, dass der Wert das Verhältnis Fett zu Muskulatur in keiner Weise berücksichtigt.  Was die Ergebnisse der Studie an dieser alten Kritik ändert, vermittelt sich mir nicht. Auf TopNews.de heißt es: “Den Forschern zufolge ist nämlich vor allem Bauchfett gesundheitsschädlich, während Fett an Hüften, Oberschenkeln und Gesäß sogar eine schützende Wirkung für Herz- und Kreislauferkrankungen haben kann. Für das Schlaganfall-, Herzinfarkt- oder Todesrisiko eines Menschen sei der BMI deshalb überhaupt nicht zu gebrauchen, so das Fazit der Mediziner.”

Viel wichtiger als der BMI ist, wie die Studie zeigte, das Verhältnis von Taillenumfang zu Körpergröße, der sogenannte “WHtR”-Wert, bzw. die “waist-to-height-ratio”. Man misst ihn etwa auf Bauchnabel-Höhe und teilt dann das Ergebnis durch die Körpergröße in cm. Im Blick auf Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko soll ein Wert über 0,5 schon kritisch sein, allerdings nur bei unter 40-Jährigen. Bei Älteren läge der kritische Schwellenwert zwischen 0,5 und 0,6, heißt es beim STERN etwas wolkig. (Na toll, da bin ich ja grade noch im Rahmen!)

Was mich immer wieder abstößt, ist der massive Druck und die Aggressivität, die in Kommentaren zu solchen Themen anscheinend normal ist. Wer mal das “Gespräch” unter dem STERN-Artikel liest, sieht, was ich meine. Es scheint, als kennten viele Menschen keinen anderen Lebensinhalt mehr, als um ihre schlanke Linie und kämpfen und Andere - auch Normalgewichtige - anzukoffern, die das Ganze etwas gelassener sehen. Auch eine miesepetrige Psyche ist ein Gesundheitsrisiko - leider wird an so “weichen Faktoren” wenig geforscht.

# Link | Christiane Bach | Dieser Artikel erschien am Dienstag, 09. März 2010 um 12:19 Uhr in Gesund leben & ernähren | 5044 Aufrufe

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Kommentare:

Also ich habe vor Kurzem die Studie der Uni Hamburg durchgeblättert. Wonach der BMI zurecht gestutzt werden müsste. Denn, so die HH-Forscher, ein leichters Übergewicht ist positiv für alle Teile des Körpers. Das erscheint nicht nur logisch, sondern ist doch auch klar. Man fühlt sich besser, wenn man etwas im Magen hat. Der Körper hat mehr Ressourcen für eventuelle Angriffe auf das Immunsystem. Ich bin zwar auch dünn, aber ein kleiner Speckgürtel wirkt auch nicht zu unattraktiv, wie ich festgestellt habe, auf die Männer!

Niki am Mittwoch, 10. März 2010 um 10:06 Uhr


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