Die Grippesaison ist in Deutschland derzeit in vollem Gange, wie aktuelle Meldungen belegen. Allerdings handelt es sich nicht bei jedem Schnupfen um eine Grippe. Die meist harmloser verlaufende Erkältung ist derzeit aber mindestens genauso weit verbreitet. Um sie schnell wieder los zu werden, gibt es viele Hausmittelchen.

Diese sollten nach Möglichkeit schon bei den ersten Anzeichen für eine aufkommende Erkältung eingeleitet werden. Meist äußert sie sich durch ein Kratzen im Hals oder einen aufkommenden Husten bzw. eine verstopfte Nase. Spätestens dann sollten folgende Maßnahmen durchgeführt werden, um die Erkältung schnell in die Flucht zu schlagen.

Richtig essen und trinken gegen die Erkältung

Ausreichendes Trinken gilt nach wie vor als Königsempfehlung bei Erkältungen. Wenigstens auf zwei Liter am Tag sollte man kommen, idealerweise in Form von Tee. Spezielle Sorten sind nicht vorgeschrieben, so dass man geschmacklich durchaus Vielfalt genießen darf. Brennnessel, Holunderblüten, Hagebutte und Salbei wirken allerdings schweißtreibend. Eine krampflösende Wirkung bei Husten sagt man Thymiantee nach und Ringelblumentee soll gegen Kopfschmerzen helfen. Fakt ist aber: Wer viel (Tee) trinkt, kann die auslösenden Bakterien aus dem Körper „schwemmen“.

Auch auf die Ernährung sollte während der Erkältung geachtet werden, selbst bei nachlassendem Appetit. Die klassische Hühnersuppe, die möglichst lange gekocht sein und mit Karotten, Sellerie, Zwiebeln, Kartoffeln und Petersilie zubereitet werden sollte, gilt als Hausmittel schlechthin gegen Erkältungen. Die Gründe dafür sind mittlerweile sogar bekannt: In der Hühnersuppe ist Eiweiß enthalten, welches bestimmte weiße Blutkörperchen blockiert, die wiederum verantwortlich für die Schwellung und Entzündung von Schleimhäuten sind.

Aber auch gut gedünstetes Gemüse, wie Fenchel, Knoblauch, Paprika und Brokkoli tun dem Körper gut. Selbst Haferflocken können bei einer Erkältung sinnvoll sein. Unterstützend wirken auch Kombinationen der Lebensmittel mit Zink und Vitamin C im Kampf gegen die Erkältung. Und nicht zuletzt sind Zitrusfrüchte, Beeren und Kiwis wahre Vitaminbomben, die gegen Erkältungen helfen.

Ebenfalls ein Klassiker unter den Erkältungsrezepten ist Honig. Honig mit Zitrone kann bei Heiserkeit und Halsschmerzen helfen. Generell ist Honig bekannt für seine gesundheitlichen Wirkungen und in der Lage, etwa Halsschmerzen effektiv zu lindern. Ingwer dagegen wärmt den Körper von innen und die Extra-Portion Vitamin C bekommt der Körper mit einem Glas frisch gepresstem Orangensaft.

Schwitzen bei Erkältungen

Wichtig und sinnvoll kann es auch sein, bei Erkältungen zu schwitzen. Zur Vorbereitung kann ein heißes Vollbad mit speziellem Erkältungs-Badezusatz sinnvoll sein. Durch die Wärme werden die Muskeln entspannt, Gliederschmerzen gelindert und gleichzeitig heizt sie dem Körper ordentlich ein. Dadurch steigt die Körpertemperatur an, man gaukelt seinem Körper also Fieber vor, wodurch er beim Abtöten von Bakterien und Viren unterstützt wird. Das heiße Vollbad ist allerdings nicht bei Kreislaufbeschwerden zu empfehlen und auch bei bereits erhöhter Temperatur sollte man davon absehen.

Im Anschluss an das Bad ist es entspannend, sich direkt ins Bett zu legen. Am besten geht das dick eingepackt, denn so kann der Körper weiter kräftig schwitzen und die Bakterien so abtöten.

Weitere Tipps gegen die Erkältung

Auch wenn es draußen bitterkalt ist: Frische Luft tut gut. Solange man nicht unter Fieber leidet, sollte man wenigstens einmal am Tag eine halbe Stunde an die frische Luft gehen. Ein kleiner Spaziergang kurbelt den Kreislauf optimal an. Doch auch bei moderater Bewegung gilt: Dick Einpacken ist in der Erkältungszeit Pflicht.

Ist die Nase verstopft und fällt das Atmen schwer, kann eine Nasenspülung die Beschwerden zumindest vorübergehend lindern. Dabei werden auch die Nebenhöhlen gereinigt, so dass die Nasenspülung selbst bei einer Nebenhöhlenentzündung Sinn macht. Schleim und Bakterien werden ausgespült. Eine isotone Kochsalzlösung hat sich in der Praxis für die Nasenspülungen am besten bewährt. Diese gibt es wahlweise fertig zu kaufen oder sie lässt sich einfach selbst herstellen. Dafür werden zwei Teelöffel Kochsalz in einem Liter gekochten, aber auf lauwarme Temperatur abgekühltem Wasser aufgelöst. Dabei sollte man darauf achten, dass die Lösung nicht brennt und keine tränenden Augen hervorruft. Nach Bedarf kann die Spülung etwa alle zwei Stunden wiederholt werden.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 12. Februar 2018 um 09:10 Uhr in Gesund leben & ernähren | 379 Aufrufe

, , , , ,


Kommentieren in diesem Channel-Eintrag nicht möglich


Nächster Eintrag: Weißdorn – vielseitige Heilpflanze
Vorheriger Eintrag: Die Renegade-Diät – neuer Trend?

Gesundheit

Wellness-News

Back to top