Superfoods gibt es viele, doch wer hat diesen Namen wirklich verdient? Ganz sicher der Brasilianische Pfefferbaum. Forscher der Emory University im US-Bundesstaat Georgia haben jetzt ein Experiment mit Mäusen veranstaltet. Sie litten an dem derzeit in aller Munde befindlichen Krankenhauskeim MRSA. In der Studie zeigte sich, dass ein Extrakt aus den Früchten des Brasilianischen Pfefferbaums die Keime bekämpfen konnte.

Der Brasilianische Pfefferbaum wird auch als Weihnachtsbeere bezeichnet. Er gehört botanisch gesehen zur Familie der Sumachgewächse. Seine Heimat ist in Mittel- und Südamerika zu finden. Die Gewürzpflanze kann unter bestimmten klimatischen Bedingungen sogar anfangen zu wuchern und zur echten Plage werden. Die Früchte selbst werden als „Rosa Pfeffer“ und damit als aromatisches Gewürz in den Handel gebracht. Allerdings handelt es sich nicht um echten Pfeffer. Stattdessen werden die Körner lediglich unter die schwarzen, weißen und grünen Pfefferkörner gemischt, um einen optisch ansprechenderen Pfeffer zu kreieren.

Wie wirkt der „Rosa Pfeffer“?

In Lateinamerika weiß man schon lange um die antibakterielle Wirkung des „Rosa Pfeffers“. Vor Jahrhunderten haben die Maya, Inka und Azteken die Pfefferbeeren schon als antibakterielles Antiseptikum eingesetzt. Hauptanwendungsgebiete waren damals die Unterstützung der Wundheilung, die Linderung von Rheuma, Menstruationsbeschwerden, Depressionen, Magengeschwüren, Tuberkulose, Geschlechtskrankheiten, Hypertonie und Erkältungen. Noch heute nutzt man die Pfefferbeeren in der Naturheilkunde auf vielfältige Weise.

Was haben die Forscher jetzt herausgefunden?

Jetzt haben die Forscher ein Experiment durchgeführt, dessen Ergebnisse im Fachblatt „Nature“ veröffentlicht wurden. Die Mäuse wurden mit dem MRSA-Erreger infiziert und anschließend mit einer Tinktur aus der Gewürzpflanze behandelt. Die MRSA-Bakterien, die auch als Krankenhauskeime bekannt sind, stellen eine Variante des Staphylococcus aureus Bakteriums dar.

Sie führen zwar meist nicht zu Symptomen, können aber bei Personen mit ohnehin geschwächtem Immunsystem zu Infektionen führen. Diese können sich in Form von Blutvergiftungen und Hautgeschwüren, im schlimmsten Fall sogar als Lungenentzündung äußern. Das größte Problem der MRSA-Keime besteht darin, dass sie gegen die meisten gängigen Antibiotika bereits resistent sind.

Mit der jetzt getesteten Tinktur konnte das Forschungsteam rund um Cassandra Quava verhindern, dass sich die klassischen Wunden auf der Haut bildeten. Die Keime konnten durch den „Rosa Pfeffer“ zwar nicht gänzlich abgetötet werden, allerdings konnten die Forscher die Auswirkungen der MRSA-Keime abschwächen. Quava erklärte in dem Bericht zur Studie, dass die MRSA-Keime „entwaffnet“ werden konnten und keine Toxine mehr freigesetzt wurden. Damit habe das Immunsystem bessere Chancen, entstandene Wunden zu heilen.

Allerdings stehen jetzt noch weitere klinische Testverfahren auf dem Plan. Erst sie können zeigen, ob entsprechende Präparate auch für den Menschen verträglich und wirksam sind. Erst danach kann man über eine Markteinführung entsprechender Arzneimittel überhaupt nachdenken. Trotzdem sind die Forscher stolz, überhaupt einen neuen Ansatzpunkt gegen die MRSA-Keime gefunden zu haben.

Schon seit Jahren arbeitet man daran und konnte im letzten Jahr feststellen, dass man medizinische Geräte auch mit dem hochwertigen Manuka-Honig reinigen kann. Dies fanden Forscher der Southampton Universität heraus. Der Honig schafft es laut Forschern, die Bakterien auf den Oberflächen um bis zu 75 Prozent zu reduzieren. Der Honig lege sich wie ein Biofilm auf die Oberfläche und verhindere dadurch, dass die Bakterien an der Oberfläche haften können.

 

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