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Sauna-Erlebnis: der Salz-Aufguss

Dass sich die Finnen in der Sauna mit Reisigbündeln peitschen und es hierzulande beliebt ist, Aufgüsse mit wohlriechenden Aromen zu zelebrieren, ist in der jeweiligen Kultur quasi Standardprogramm: zwar immer wieder schön, aber nichts Besonderes. So wundert es nicht, dass viele Sauna-Landschaften und Wellness-Tempel sicher immer wieder neue Sauna-Events einfallen lassen, um das Publikum zu überraschen.

Von allen "Innovationen", die man dem guten alten Sauna-Gang in den letzten Jahren angedeihen ließ, hat mich persönlich der "Salz-Aufguss" am meisten beeindruckt: nach kurzem Vorschwitzen wurde ein großer Teller mit grobem Salz herum gereicht. Wer wollte (und es wollte fast jeder!) griff zu und rieb sich am ganzen Körper mit dem Salz ein. Auch ich stand nicht zurück, obwohl ich mir erst gar nicht vorstellen konnte, was das nun bringen würde. Recht schnell setzte dann die Wirkung ein und ich fühlte mich von oben bis unten heiß und kalt zugleich - wow, was für ein verrücktes Gefühl!! Das Salz entzieht der Hautoberfläche Wasser und erzeugt dadurch Verdunstungskälte, während die nun folgenden Aufgüsse die "gefühlte Hitze" deutlich steigen lassen.

Ein angenehmer Peelingeffekt kommt durch das Verreiben des Salzes zustande: abgestorbene Hautschüppchen werden entfernt und die Durchblutung der oberen Hautschicht wird gefördert. Klar, dass man sich vom Salz tunlichst erst DRAUSSEN reinigt! Der Hygiene-Aspekt ist es denn wohl auch, der dem "Salz-Aufguss" Seltenheitswert verleiht. Man müsste eigentlich direkt danach erstmal den Raum reinigen, denn ein bisschen Salz verlieren die Teilnehmer in jedem Fall. Ich war trotzdem glücklich, das mal erlebt zu haben!


Christiane Bach am 22.10.2008 • 1 Comments • 2784 Aufrufe • Permalink

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Gibt es Solariumssucht?

Scheinbar ja: ich war recht entsetzt, als ich gestern beim TV-Zappen in einer Reportage über Tanorexie hängen blieb. Da wurde ein - ziemlich dunkelbraun gebrutzeltes - Paar gezeigt, das normalerweise dreimal die Woche ins Solarium geht. Nun wollten sie für das "Experiment" ganze sechs Tage am Stück darauf verzichten. Dass es ihnen dabei gar nicht gut ging, zeigte dann das filmische Tagebuch: am dritten Tag saß die Frau frierend und missgestimmt herum, eingemummelt in dicke Pullover, und auch ihr Mann fühlte sich schlecht. Eine dritte "Süchtige" wollte den Entzug schon am 4.Tag abbrechen, hielt letztlich aber mit großer Mühe durch. Alle drei Kandidaten waren sehr erleichtert, als die sechs "sonnenlosen" Tage durchgestanden waren und zeigten trotz der gerade gemachten Erfahrung keinerlei Krankheitseinsicht - ganz wie es für Suchtbetroffene typisch ist.

Wikipedia schreibt zur Solariumsucht: "Die Betroffenen sollen die „perfekte Bräune“ anstreben und ihr Schönheitsideal über stark gebräunte Haut definieren. Ihr Wunsch nach Körperbräune übersteige dabei ein normales und gesundes Maß. Sie haben Angst davor, zu blass und damit unattraktiv zu werden, und bräunen sich daher möglichst oft und intensiv, sowohl in der Sonne als auch mit Hilfe von häufigen Besuchen in Sonnenstudios, wobei diese Angst selbst bei objektiv sehr starker Bräunung bestehen bleibe und dazu führe, dass die Haut immer weiter gebräunt werden muss. Mögliche Folgerisiken sind vorzeitige Hautalterung, Hautveränderungen wie beispielsweise Pigmentstörungen (Hautflecke), Hautkrebs und Zahnausfall aufgrund der übermäßigen Erwärmung."

Zwar ist das "Krankheitsbild Tanorexie" als neue, nicht stoffgebundene Sucht noch nicht anerkannt, doch nehme ich an, das ist nur eine Frage der Zeit und bemisst sich mehr nach gesundheitspolitischen (und finanziellen!) Kriterien als nach der objektiven Situation der Betroffenen. Persönlich kann ich mir diese Sucht durchaus vorstellen, denn neben der Bräunung wirkt die künstliche Sonne ja auch stimmungsaufhellend. Diese aber kann man sich durch Lichttheraphie und entsprechende Lampen ganz ohne Risiko für die Gesundheit verschaffen - dazu demnächst mehr.


Christiane Bach am 15.10.2008 • 1 Comments • 1844 Aufrufe • Permalink

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Wellness in der ehemaligen DDR??

Zum gestrigen "Tag der Deutschen Einheit" erschien auf Wellness-Komplett ein interessanter Rückblick auf "vorvereinigte" Zeiten: Gab es in der ehemaligen DDR so etwas wie "Wellness"?? Die Autorin Nicole war erst sieben, als die Wende kam, doch erinnert sie sich bruchstückhaft und hat zudem nachgefragt, wie man sich einst im "Arbeiter und Bauernstaat" entspannt hat.

Und ja, das gab es - natürlich nicht unter dem Namen "Wellness", doch war dieser Begriff vor 1989 ja auch in "Westdeutschland" noch nicht Usus. Man hatte eine recht gut etablierte Sauna-Kultur mit langer Tradition. Noch heute gibt es z.B. in den östlichen Bezirken von Berlin die "kleine Sauna um die Ecke", wogegen man im ehemaligen Westteil nur die größeren Saunalandschaften, SPAs und öffentlichen Bäder findet, die "im Westen" üblich waren und sind. Sauna gab es in der DDR sogar ganz unproblematisch auf Krankenschein, weshalb regelmäßiges Saunieren viel "massenhafter" üblich war als im Westen.

Nicole berichtet noch über zwei weitere "Säulen der Entspannung", die "drüben" sehr verbreitet waren: die erholsame Gartenarbeit in der eigenen "Datsche" und der Ostseeurlaub, sowie das Campen, bzw. Zelten. Nun, 18 Jahre sind seitdem vergangen und es hat sich jede Menge getan in den neuen Bundesländern: Wellness ist ein touristischer Wirtschaftsfaktor geworden, der insbesondere in den dünn besiedelten Gegenden Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs große Bedeutung gewonnen hat. In Sachen Wellness ist die "deutsche Einheit" mittlerweile komplett hergestellt - zum Nutzen aller Erholung Suchenden, die heute eine riesige Auswahl an Angeboten für abwechslungsreiche Kur- und Wellness-Urlaube haben.


Christiane Bach am 04.10.2008 • 3 Comments • 2291 Aufrufe • Permalink

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Wer gut drauf ist, hat mehr vom Leben

Auf Zeit zu leben rezensiert Tanja Konnerth das Ratgeberbuch "Richtig gute Laune kriegen: wer gut drauf ist, hat mehr vom Leben" von Sigrid Engelbrecht. Das mit 128 Seiten eher schmale Werk erhebt nicht den Anspruch, bei Depressionen zu helfen, sondern vermittelt alltagstaugliche Tipps und Tricks, um die eigene Stimmung zu heben. Tanja meint dazu: "Schön ist, in welcher Breite das Thema behandelt wird – da geht es um Einstellungen, aber auch darum, welchen Einfluss unser Körper auf unsere Stimmungen hat, also auch um Ernährung und Bewegung und es geht um eine aktive Lebensgestaltung. Denn Gründe für gute Laune können wir uns auch systematisch erschaffen, in dem wir daran arbeiten, uns ein Leben zu schaffen, das uns erfüllt."

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Christiane Bach am 19.09.2008 • 0 Comments • 1317 Aufrufe • Permalink

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Im Wellness-Trend: Bier

Man weiß es seit Jahren: der Bierkonsum der Deutschen befindet sich im Sinkflug. 2007 waren es wieder 2,7 Prozent weniger als 2006. Gleichzeitig stoße ich bei meinen Recherchen immer öfter auf Bier-Anwendungen im Wellness-Bereich - vielleicht ist das ja die Rettung des Bieres?

"Wellness-Bier" gibt es mittlerweile in verschiedensten Versionen: z.B. das Anti-Aging-Bier aus der Klosterbrauerei, das mit Zusätzen wie Kurbad-Sole, Spirulina (Algen) und Flavonoide (Quercetin) einen erhöhten Anteil an Vitaminen, Mineralstoffen und Aminosäuren aufweist. Oder das Marathon-Bier mit zusätzlichem L-Carnitin, das als "Bier für danach" firmiert - nicht etwa nach dem Marathon, sondern nach der Arbeit! Noch mehr Wellness bietet das Badebier, das man sowohl trinken als auch als Badezusatz für beruhigende Entspannungsbäder verwenden kann.

Insbesondere Männer sollen mit dem "Bier zum Wohlfühl-Event" angesprochen werden. In der ZEIT berichtet Markus Brügge unter dem Titel "Ein Bierbad für den Seelenfrieden" , wie es ihm während eines Wellness-Arrangements ergangen ist, das verstärkt auf Bier-Anwendungen setzte - inkl. Bierbad, Biermaische im Fußbad und Anti-Aging-Bier am Wannenrand. So richtig männlich halt... :-)


Christiane Bach am 18.08.2008 • 1 Comments • 3051 Aufrufe • Permalink

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