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Komplementärmedizin in der Schweiz

Bis zum Jahre 2005 waren in der Schweiz verschiedene alternative Heilmethoden im Leistungskatalog der Krankenkassen enthalten. Hierzu zählten die Homöopathie, die Phytotherapie, die Traditionelle Chinesische Medizin, die anthroposophische Medizin und die Neuraltherapie. Doch der damalige Gesundheitsminister, Pascal Couchepin, strich diese alternativen Heilmethoden ersatzlos aus dem Leistungskatalog.

Nur kurze Zeit später entwickelte sich in der Schweiz eine Volksinitiative unter dem Namen „Ja zur Komplementärmedizin“. Die Bürger der Schweiz fordern, dass die bisher im Leistungskatalog enthaltenen alternativen Heilmethoden, sowie evtl. weitere umfassend wieder in den Leistungskatalog aufgenommen werden. Das Parlament der Schweiz versucht selbiges, jedoch nutzt man hier nicht den Begriff umfassend. Am 17. Mai sollte es hierüber zur Abstimmung kommen.

Sollte sich die Schweizer Bevölkerung für ein Ja entscheiden, ist aber immer noch nicht klar, welche alternativen Methoden wieder von der Kasse übernommen werden. Der Gesetzgeber wäre dann lediglich verpflichtet, die im Jahr 2005 bestehenden Leistungen wieder aufzunehmen. In allen anderen Fragen hat er vergleichsweise freie Hand.

Die Befürworter der Volksinitiative setzen sich vor allem deshalb für die erneute Einführung der Komplementärmedizin ein, weil sie sich davon sinkende Ausgaben im Gesundheitsbereich versprechen, aber auch, weil die Qualität der alternativen Heilmethoden gesteigert würde. Die Gegner gehen hingegen von steigenden Kosten auf Seiten der Kassen und daraus resultierenden steigenden Beiträgen aus. Ebenfalls sind sie der Ansicht, wer sich alternativ behandeln lassen will, solle selbst dafür aufkommen. Mittlerweile entschieden sich die Bürger der Schweiz für die Komplementärmedizin, und zwar mit einer klaren Mehrheit von 67 Prozent.

Britta Lutz am 10.02.2010       Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen Komplementärmedizin in der Schweiz bei Oneview einreichen Komplementärmedizin in der Schweiz bei Technorati einreichen Webnews
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Noch ein Sauna-Fehler:  Reden statt schweigen - und ein Vorschlag zur Güte

Angeregt durch meine Kollegin Britta Lutz, die gerade über "die größten Sauna-Fehler" berichtete und wie man sich damit den Sauna-Besuch verleidet, will ich einen wichtigen Punkt ergänzen: Während des Saunagangs sollte man schweigen, sich auf die sinnlichen Geschehnisse konzentrieren und den Kopf leer werden lassen. Also nicht mit dem Geschäftspartner über die anliegenden Pläne reden, oder mit der Liebsten über das Restaurant, das man hinterher besuchen möchte - all das stört nicht nur andere Saunagäste, die gezwungenermaßen dem Inhalt der Rede folgen müssen, es verhindert auch eine wirklich ganzheitliche Entspannung. Denn dazu gehört eben auch der Geist, nicht bloß der Körper.

Früher hing in jedem Saunaraum ein entsprechendes Schild, das die Gäste zum Schweigen aufforderte. Heute übernimmt das ab und an (leider viel zu selten!) der Saunameister, der den Aufguss macht. Zumindest wenn der heiße Dampf den Raum erfüllt und die gefühlte Temperatur drastisch ansteigt, während ein interessanter Duft unsere Nasen betört - ja bitte, wer will denn da noch quatschen?

Tatsächlich erlebe ich immer wieder Menschen, die offensichtlich keine Stille mehr ertragen können, schon gar nicht, wenn sie zu mehreren kommen. Da muss jede Minute kommuniziert werden, egal, wie gut oder schlecht das in die Umgebung passt. Es hilft auch wirklich gar nichts, wenn sie die Stimme senken und versuchen, wenigstens ganz leise zu reden. In einem ansonsten stillen Saunaraum heftet sich die Aufmerksamkeit ganz automatisch an jeden Ton, ob man das nun möchte oder nicht. Ohne Konkurrenz durch andere Töne kann selbst Flüstern sehr laut wirken!

Ich wünschte mir an diesem Punkt mehr Engagement von den Betreibern öffentlicher Saunen. Im Grunde liegt es an ihnen, ob und wenn ja welche "Sauna-Kultur" sie durchsetzen. Vielleicht ist das Problem ja gar nicht so im Bewusstsein, weil sich selten jemand beschwert. Man leidet eher vor sich hin und denkt höchstens: nächstes Mal geh' ich woanders hin...

Warum also nicht mal wieder "mehr Regelung wagen"? Wenn sich heraus stellen sollte, dass viele in der Sauna eben gerne laute Reden schwingen und nicht darauf verzichten wollen, wäre doch vielleicht ein Kompromiss möglich: An geraden Tagen darf gequatscht werden, an ungeraden nicht. Dann weiß jeder, woran er ist und kann am passenden Tag kommen. Und alle wären zufrieden!

Christiane Bach am 05.02.2010       Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen Noch ein Sauna-Fehler:   Reden statt schweigen - und ein Vorschlag zur Güte bei Oneview einreichen Noch ein Sauna-Fehler:   Reden statt schweigen - und ein Vorschlag zur Güte bei Technorati einreichen Webnews
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Pilger-Bücher boomen:  eine Art Wellness

Angefangen hat es mit dem plötzlich zum Bestseller gewordenen Buch von Hape Kerkeling "Ich bin dann mal weg - Meine Reise auf dem Jakobsweg". Inspiriert durch die detaillierten Berichte Herkelings, die durchaus als Reiseführer dienen konnten, dabei aber spirituelle Fragen (Gott, Religion, Wiedergeburt, „Wer bin ich?“) auf erfrischend neue Art in den Mittelpunkt rückten, machten sich viele auf, den berühmten Pilgerpfad selber zu erwandern. Sich einfach mal eine Auszeit nehmen und - mit einem Ziel vor Augen - längere Zeit zu wandern, wurde sowohl als Form der persönlichen Sinnsuche populär, doch ebenso als eine neue Art Wellness für Körper und Seele.

Im Literaturteil des Magazins Südtirol online zeigt nun der Artikel "Sinnsuche geht weiter: Neue Pilger-Bücher" auf, wie groß der Erfolg des Pilgerns immer noch ist: Auch dieses Jahr erschienen nicht wenige Bücher, die sich ganz dem spirituellen Wandern widmen: "Faszination Pilgern", "Santiago de Compostela", "Himmlische Pfade" und sogar "Jakobsweg in 60 Minuten" heißen die Titel, die sich als Führer zum gesunden Erwandern des Seelenheils anbieten. Und das sind bei weitem noch nicht alle! Man kann vermuten, es werde mehr übers Pilgern gelesen als tatsächlich gepilgert - aber das gilt schließlich auch für andere Formen körperlicher und geistiger Ertüchtigung... :-)

Ich bewundere Menschen, die sich tatsächlich aufmachen und mehrere Wochen zu Fuß unterwegs sind, ob nun im Zuge des neuen Pilger-Booms oder auf traditionellen, eher unspektakulären Wanderwegen. Selber bin ich leider nicht so gut zu Fuß, dass ich das schaffen könnte. Mir stünde, so lese ich mit einigem Erstaunen im Web, immerhin noch die Möglichkeit offen, pilgern zu lassen, wenn ich nicht selber pilgern kann: Der "Pilgerservice im Web" schreibt: "Wir machen uns auf den Weg für Ihren inneren Frieden!" Und weiter: "Sie können die Wanderung stets von zu Hause aus verfolgen. Ihr Pilgerer wird Sie zu fest vereinbarten Zeiten anrufen und Ihnen fernmündlich über den Verlauf der Tagesetappe berichten. Sie können dann durch die tägliche Information auf dem Pilgerplan mit Karte, genau verfolgen wo sich Ihr Pilger gerade befindet." Interessante Idee, allerdings entfällt dabei mindestens der Wellness-Faktor. Ob das "pilgern lassen" spirituell etwas bringt, beurteile ich hier mal lieber nicht.

Christiane Bach am 22.12.2009       Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen Pilger-Bücher boomen:  eine Art Wellness bei Oneview einreichen Pilger-Bücher boomen:  eine Art Wellness bei Technorati einreichen Webnews
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Sauna-Events: Wettkampf statt Entspannung?

Seit es tageweise spürbar herbstet, stellt sich bei vielen Wellness-Freunden die Lust auf Sauna ein: mal wieder herrlich schwitzen, wenn's draußen nur noch mäßig warm ist, danach unter die kalte Dusche und dann wunderbar entspannen. Wer einmal pro Woche sauniert, erkältet sich in der kühlen Jahreszeit deutlich weniger. In der Sauna verbindet sich also das Angenehme aufs Schönste mit dem Nützlichen, wenn nicht - ja wenn nicht der Drang zum "höher, schneller, weiter" auch dieses gesunde Vergnügen ins genaue Gegenteil verwandelt.

Der Trend zum Extremsaunieren kommt aus Finnland, der Wiege des Saunabadens. Es gibt - man glaubt es kaum! - internationale und nationale Wettbewerbe, wo es darum geht, möglichst lange in einer auf 110 Grad aufgeheizten Sauna auszuharren, wobei die Situation noch zusätzlich durch kurz aufeinander folgende Aufgüsse verschärft wird. Auf den Info-Seiten der "deutschen Saunameisterschaft" in Stralsund kann man lesen, wie so ein Wettbewerb verläuft: ein ärztliches Attest ist vorgeschrieben, ebenso die Art der Badebekleidung (nackt ist nicht!), die korrekte Sitzhaltung, und wie man die Ellenbogen abzustützen hat. Bei Verstößen gibt es rote und gelbe Karten, der Blickkontakt zum "Kampfrichter" muss stets gewährleistet sein. Alles klar?

Zur Frage, ob das denn noch gesund ist, stellt der Veranstalter ein medizinisches Gutachten zur Verfügung, in dem es heißt "Was für manche Menschen Marathon, Formel 1, Triathlon, etc. bedeutet, ist für einen gesunden Saunafan die Teilnahme an einer Saunameisterschaft, nämlich das Erlebnis, seinen Körper in eine Grenzsituation zu bringen." Was dann folgt, sind im Grunde Warnhinweise und Ausschlusskritierin, nicht etwa die Feststellung, dass diese Art "Kampfsport" gesund sei!

Was ist es wohl, das die Menschen treibt, auch aus einem normalerweise der Entspannung dienenden Saunagang eine grenzwertiges Aushalte-Erlebnis mit Wettbewerbscharakter zu machen? In jeder üblichen Anleitung zum Saunieren ist der Tipp enthalten, man solle die Sauna sofort verlassen, wenn man sich unwohl fühlt. Da wir in einem freien Land leben, ist es jedem unbenommen, sich auch hier Extremsport-Stress einzuhandeln und seine Gesundheit zu riskieren - meine Sache wäre es nicht, obwohl ich mich durchaus als "gesunden Saunafan" bezeichnen würde! Doch wer es anders sieht, kann ja beim 3. Thüringer Sauna-Marathon schon mal für die Meisterschaft üben.

***

Wer noch ganz traditionell entspannt saunieren will, kann dies übrigens auch im modernen SPA des Vital- und Wellnesshotels ZUM KURFÜRSTEN tun: neben der "Finnischen" lädt die chinesische Kräutersauna und die Himalaya-Kristall-Sauna zum wohligen Entspannen - ganz sicher ohne jeden Wettkampfstress!

Christiane Bach am 22.09.2009       Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen Sauna-Events: Wettkampf statt Entspannung? bei Oneview einreichen Sauna-Events: Wettkampf statt Entspannung? bei Technorati einreichen Webnews
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Wellness global: andere Länder, andere Regeln

Als ich neulich in einer wunderschönen Sauna mit Panorama-Blick vor mich hin träumte, betrat ein Amerikaner den Raum - gekleidet mit einer ordentlichen Badehose. Etwas irritiert schaute er auf die Anwesenden: Nackte beiderlei Geschlechts, die offensichtlich nichts dabei fanden, zu schwitzen, wie Gott sie schuf. Mehr noch: ihm wurde bedeutet, er möge sich ebenfalls seiner unpassenden Klamotte entledigen, was er nach kurzem Zögern dann auch tat - immerhin!

Dass es im Wellness-Sektor nicht überall auf der Welt gleich zugeht, sondern verschiedene Sitten und Gebräuche herrschen, war im Grunde zu erwarten. Ein paar der wesentlichsten Unterschiede stellt Fit-for-fun zusammen, so dass man sich schon vor der Reise ein wenig orientieren kann und nicht unwillentlich ins Fettnäpfchen tritt: schließlich soll Wellness dem Wohlbefinden und der Entspannung dienen, nicht etwa dem "Kampf der Kulturen".

So lernen wir also, dass in muslimischen Ländern und in den USA strickte Geschlechtertrennung herrscht, und dass Spanier, Engländer und Italiener niemals nackt in die Sauna gehen. Auch in Indien ist das so, zudem werden Wellness-Gäste auch immer vom selben Geschlecht behandelt: ein Mann bekommt die vierhändige Ayurveda-Massage von männlichen Masseuren, eine Frau von weiblichen. Eine Herausforderung für die liberalen Deutschen könnte allerdings die skandinavische Sauna sein - ist sie doch deutlich heißer als bei uns und Schläge mit Birkenruten zur Steigerung des Schwitz-Effekts sind üblich, genau wie Alkohol in der Sauna.

Ob sich im weiteren Zusammenwachsen der Welt die Wellness-Regel angleichen werden? Sicher nicht in absehbarer Zeit, denn in ihnen kommen eben die sehr unterschiedlichen Haltungen und Traditionen zur Nacktheit und zum Miteinander der Geschlechter zum Ausdruck. In Tirol und Südtirol haben manche Hotels schon getrennte Saunas für Italiener und Deutsche eingerichtet, da die Einheimischen nicht nackt saunieren wollen. Was mich bei den ansonsten als so sinnenfreudig bekannten Italienern eigentlich wundert!

Christiane Bach am 21.08.2009       Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen Wellness global: andere Länder, andere Regeln bei Oneview einreichen Wellness global: andere Länder, andere Regeln bei Technorati einreichen Webnews
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