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Stiftung Warentest untersucht alternative Heilverfahren
Verhelfen Fasten, anthroposophische Medizin oder Yoga wirklich zu besserer Gesundheit? Da es immer mehr “alternative Heilmethoden” aus der sogenannten Komplementärmedizin gibt, will die Stiftung Warentest den Dschungel lichten und Orientierung bieten: Auf www.stiftung-warentest.de/anderemedizin/ heißt es: “Wir beleuchten kritisch über 50 “alternative” Heilmethoden und geben Ihnen damit eine Grundlage zur eignen Beurteilung sinnvoller Diagnose- und Therapieverfahren. Von A wie Akupunktur bis Z wie Zelltherapie.”
Die “umfassenden und wissenschaftlich gesicherten Informationen sowie Bewertungen zu 52 Naturheilmethoden” kann man als Buch erwerben oder aber nur jeweils das Thema, das gerade persönlich interessiert, kostenpflichtig abrufen (1 Euro pro Artikel). Kostenlos zu haben sind die Beschreibungen der jeweiligen Heilverfahren: Zur TCM (traditionelle chinesische Medizin) gibts die Definition, das Konzept und die Geschichte - wer dann tiefer einsteigen und die Wirknachweise mit den Bewertungen lesen will, muss den Euro locker machen.
Christiane Bach am 05.01.2007 • 0 Comments • 1693 Aufrufe • Permalink
Kategorien: TCM: Grundlagen
Tags:
alternative Heilweisen, Komplementärmedizin
TCM - was ist das? Website und E-Book zur Traditionellen Chinesischen Medizin
Eine Einführung in die traditionelle chinesische Medizin (TCM) gibt Dr. med. Thomas Wetzel auf seiner Website “TCM - was ist das?”. Die Seiten sind übersichtlich und ansprechend gestaltet, die Sprache klar und verständlich - gefällt mir gut! Am großen Thema “Ursachen von Krankheit” erläutert Dr. Wetzel zum Beispiel den wesentlichen Unterschied zur schuldmedizinischen Betrachtung in aller Kürze so:
“Neben Unfällen und den Folgen einer ungeeigneten Lebensweise sind es vor allem zwei Ursachenbereiche. Einerseits sind es die so genannten äußeren pathogenen Faktoren wie z.B. Kälte, Wind und Feuchtigkeit. Nach chinesischer Vorstellung können diese direkt in die Körperoberfläche eindringen und Krankheiten verursachen. Aus westlicher Sicht handelt es sich dabei häufig um akute Schmerzsyndrome und Infektionen, die durch Viren oder Bakterien verursacht werden. Die andere Gruppe von Ursachen sind die inneren, emotionalen Faktoren. Solche emotionalen Faktoren sind beispielsweise Ärger, Sorgen, Angst, Stress, Frustration oder Trauer. Diese Emotionen gehören zu jedem normalen Leben. Aber - so das Verständnis der Traditionellen Chinesischen Medizin - wenn diese Emotionen zu stark sind oder zu lang andauern, so können sie Störungen auslösen, die in körperlichen Symptomen zum Ausdruck kommen.”
Wer tiefer einsteigen will, findet ein E-Book über TCM zum kostenlosen Download. Die kompakte und allgemeinverständliche Darstellung der Traditionellen Chinesischen Medizin beschäftigt sich mit dem philosophischen Hintergrund, der Geschichte, der Ursache von Krankheiten, diagnostischen Verfahren, therapeutischen Methoden und der chinesischen Ernährungslehre.
Christiane Bach am 04.01.2007 • 0 Comments • 1786 Aufrufe • Permalink
Kategorien: TCM: Grundlagen
Tags:
TCM, TCM-Einführung, traditionelle chinesische Medizin

TCM-Ernährung: Ganzheitlichkeit in Farbe und Geschmack
Manchmal hab’ ich auch dann noch Appetit, wenn der Magen eigentlich schon voll ist. Eine seltsame Gier nach MEHR, die nicht befriedigt wird, indem ich einfach weiter esse. Z.B. mag ich gerne Nudelgerichte mit Käse-, Fleisch- oder Pilz-Soße, doch der zweite Teller stimmt nicht zufriedener - wie komisch! Es fehlt einfach etwas - aber was?
Im Lauf dieser Selbstbeobachtung und einiger Experimente fand ich heraus: Wenn ich darauf achte, dass ein Essen möglichst verschiedene Geschmacksrichtungen umfasst, dann muss ich weit weniger essen, um mich satt und wohl zu fühlen. Ebenso förderlich ist es, wenn auch das Auge etwas davon hat: Petersilie über den Gurkensalat gestreut und ein paar Tomatenschnitze dazu machen das Ganze viel befriedigender als NUR Gurken und Salatsoße.
Unsere Altvorderen wussten noch um diese Dinge, denn zu einem “richtigen” Essen gehörten verschiedene Komponenten: zuvor eine Suppe, zum Hauptgang Salat (sauer), zum Abschluss die süße Nachspeise. Im heutigen beschleunigten Alltag begnügen sich dagegen immer mehr Menschen mit einer einzigen Speise: ein Fertiggericht, ein Nudelteller mit Pesto, oder nur ein Salat, weil man abnehmen will. Abgesehen vom Nährwert bringt diese “Eintönigkeit” keine echte Befriedigung, schon bald hat man wieder Appetit und stillt diesen dann “auf die Schnelle” mit hoch-kalorischen Süß-Riegeln und Schokolade.
Die Ernährungslehre der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) vermittelt eine andere, ganzheitlichere Weisheit: Jede Mahlzeit soll möglichst alle fünf Geschmacksrichtungen (sauer, bitter, süß, scharf, salzig) und auch alle fünf Farben (grün, rot, gelb, weiß und blau/schwarz) enthalten. Die Lebensmittel werden in YIN und YANG eingeteilt, wobei YANG für Wärme steht und YIN für Kälte. Das bezieht sich nicht auf die Temperatur der Nahrung, sondern auf die Wirkung, die sie im Organismus haben: Gewürze erzeugen z.B. Wärme, Gurken und Tomaten kühlen. (Und wirklich: wer hat schon im herein brechenden Winter noch Lust auf einen “Sommersalat”?) Daneben gibt es noch neutrale Nahrungsmittel wie Kohl, Möhren, Hülsenfrüchte oder Getreide.
Mir hat es viel gebracht, den bitteren Geschmack wieder in die Ernährung einzubeziehen, der ja leider aus vielen Dingen, die früher einmal recht bitter waren, heraus gezüchtet wurde. Chicoree, Rukola, Walnüsse, Schafskäse, Physalis - eine Mahlzeit rundet sich damit zu einer fast vergessenen geschmacklichen Harmonie, die dem Gesamtbefinden gut tut! Und auf einmal ist WENIGER tatsächlich MEHR!
Christiane Bach am 29.11.2006 • 1 Comments • 3578 Aufrufe • Permalink
Kategorien: TCM: Grundlagen
Tags:
TCM-Ernährung, chinesische Ernährungslehre, Yin-Nahrung, Yan-Nahrung, Farbe, Geschmacksrichtungen, ganzheitliche Ernährung

Der Winter in der chinesischen Medizin
Obwohl es für November noch ungewöhnlich warm und sonnig ist, scheint mein Körper schon ganz auf Winter eigestellt zu sein. Salat und Rohkost reizt nicht mehr, der Appetit verlangt nach deftigerem Essen, ich lege ein paar Pfunde zu und fühle mich öfter mal recht gestresst, weil so viel los ist. Woran liegt das eigentlich?
Aus Sicht der chinesischen Medizin (TCM) ist der Winter eine Zeit der Einkehr, der Besinnung und der Innenschau. Das Yang - der aktive und dynamische Teil der Lebensenergie - zieht sich ins Innere zurück. Die Natur kommt zur Ruhe und sammelt neue Kräfte für das kommende Jahr.
Leider verhalten wir uns im zivilisatorischen Alltag oft genau gegenteilig und verfallen in den typischen Jahresendstress, anstatt uns zurückzuziehen, zu entspannen und dem Yin-Aspekt (Substanz, Passivität, Kühle, Ruhe, Empfängnis.) Raum zu geben.
Die TCM - Therapeutin Judith v. d. Schirpkotterdellen schreibt über den Winter:
“Von den Elementen her wird dem Winter das Wasser zugeordnet, dem tiefen, unergründlichen Element mit ungeheure Kraft und Zielstrebigkeit. Weiterhin gehört die Farbe schwarz (auch blau) zum Wasserelement, eine Farbe die alle Farben vereint, und doch keine eigene ist. Als Emotion gehört die Angst zum Wasser und auch das Vertrauen findet hier seinen Platz, was ja nur die zwei Seiten desselben Aspektes sind.
Vertrauen und Angst sind mit die tiefsten Emotionen, die häufig unser gesamtes Leben mit all den Vermeidungs-strategien bestimmen. Der Winter ist die Zeit, in der sie uns gern besuchen und um Aufmerksamkeit bitten.
Auch die Nieren gehören zum Wasser. Tief in unserem Innern bewahren sie unser kostbarstes Gut, das was die Chinesen die Essenz nennen. Jene Energie , die für unsere Lebensspanne und grundsätzliche Kraft verantwortlich ist, und mit der wir durch Exzesse , Schlafentzug, Alkoholmißbrauch, oder eben einen Lebenswandel der” an die Nieren geht” massiv Raubbau betreiben. Die Folge ist ein buntes Feld an Erkrankungen, bei denn viele Menschen einfach zutiefst erschöpft sind.”
Also: gesund leben, Gifte meiden, kräftiger essen - und soviel schlafen und ausruhen, entspannen und besinnen wie nur irgend möglich! Wer QiGong, TaiQi oder Yoga praktiziert, wird es leichter haben, die Jahresendgeschäftigkeit auszugleichen und zur winterlichen Harmonie zwischen innen und außen zu finden.
Christiane Bach am 17.11.2006 • 0 Comments • 1005 Aufrufe • Permalink
Kategorien: TCM: Grundlagen
Tags:
TCM, Winter, Yin, Winterzeit, Qi, Erschöpfung, Entspannung

Gefühle und Gesundheit in der chinesischen Heilkunde (TCM)
Auf den Webseiten des STERN-Magazins findet sich ein EXTRA zu alternativen Heilweisen, in dessen Rahmen ein kleines Begriffslexikon die wichtigsten Begriffe aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) erläutert. Die Zusammenschau der Begriffe gibt einen Eindruck von der Komplexität und Ganzheitlichkeit der TCM, die eben nicht nur materill-stoffliche Faktoren berücksichtigt, sondern auch Gefühle und Befinden. So heißt es etwa zu den sieben Emotionen:
“Ein Übermaß an Ärger, Kummer, Schwermut, Angst, exzessiver Freude, Furcht und Traurigkeit gelten als krankmachende Faktoren. Sie sollen das Qi aus dem Gleichgewicht bringen und die Organe beeinträchtigen - besonders empfindlich reagieren Herz und Leber. Die dadurch verursachten “inneren” Erkrankungen sind nach TCM-Auffassung häufig chronischer Natur.”
Im Reich der westlichen Wissenschaften wurde ein vergleichbarer Ansatz erst mit der Psychoanalyse und deren Anwendung auf körperliche Krankheiten durch Georg Groddeck gefunden, der in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts die Massagen des Körpers durch “Lockerungen von Seelenverkrampfungen” ergänzte. Er gilt als Begründer der modernen psychosomatischen Medizin, die jedoch im Gesundheitssystem nach wie vor ein Schattendasein führt und erst dann in Betracht gezogen wird, wenn keine physisch greifbaren Symptome festgestellt werden können.
Gefühle und deren Balance AUCH als gesundheitsfördernde bzw. schädigende Einflüsse zu verstehen, nötigt uns eine Haltung ab, die - einmal eingeübt - ein ganz anderes Lebensgefühl mit sich bringt. Denn wir sind üblicherweise mit den Gefühlen ebenso stark, wenn nicht stärker identifiziert als mit den Gedanken: wenn ich ICH sage, meine ich mich, die ich denke und fühle (plus den Körper, den ich spüre).
Wer aber bin ich, wenn ich die Gefühle distanziert beobachte? Dann entdecke ich jenseits der auslösenden Ereignisse den befindlichkeitsstörenden oder fördernden Einfluss und kann mich z.B. fragen: Lohnt das? Soll ich diesen Streit weiter führen und daran leiden, oder gebe ich einfach mal nach, lasse los und hab’ es weg von der Seele? Das fällt dann auch gar nicht mehr so schwer, denn wer die Energie der Aufmerksamkeit auf diese Meta-Ebene namens “Beobachter “verlegt”, ist schon nicht mehr mitgerissen vom Sturm der Gefühle, sondern nimmt einen Platz im Auge des Orkans ein, wo kein Wind die Ruhe stört.
Leicht gesagt! Es auch zu tun, wenn die täglichen 10.000 Dinge über mich herein stürzen, daran arbeite ich noch! :-)
Christiane Bach am 31.10.2006 • 1 Comments • 1889 Aufrufe • Permalink
Kategorien: TCM: Grundlagen
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Gefühle, Psychosomatik, Begriffslexikon TCM, Meditation im Alltag, ganzheitliche Medizin

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