Wellness-Blog

Wellnessgetränke: oft nur teures Zuckerwasser

Bis zu acht Euro pro Liter kann man für sogenannten "Wellnessgetränke" locker ausgeben, doch was man bekommt, ist auch nichts Gesünderes als gängige Limonaden. Das ist in aller Kürze das Fazit eines Markt-Checks der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg mit dem Titel "Trendgetränke - was ist drin, was ist dran?".

Beworben werden die verschiedenen Drinks allerdings als reinste Gesundheitselexiere: Balance, natürliches Wohlbefinden, Belebung für Körper und Sinne werden versprochen, doch die Inhaltsstoffe der Getränke rechtfertigen weder die Werbeaussagen noch den Preis. Die Verbraucherzentrale schreibt dazu:

"Wellnessgetränke bestehen wie herkömmliche Limonaden hauptsächlich aus Wasser und Zucker. Statt Haushaltszucker werden häufig Fruchtzucker oder Fruchtsüße eingesetzt. Das klingt besser, ist aber keineswegs gesünder. Fruchtabbildungen auf der Banderole sind keine Garantie dafür, dass Fruchtsaft im Getränk ist: In einem Fall waren statt Saft nur Zucker und Aromen in der Flasche. Typisch für Wellnessgetränke sind speziell beworbene Pflanzenauszüge wie Aloe vera-Saft, Grüntee- oder Ginkgo-Extrakt sowie Sanddornsaft. Sie sind jedoch nur in minimalen Mengen zugesetzt. Für den Geschmack sind sie nicht ausschlaggebend, denn dieser wird in 19 der 21 bewerteten Produkte durch Aromazusätze erzielt."

Für den Check wurden 21 Wellness-, Sport-, Bio- und Tee-Getränke aus Supermärkten, Discountern und Naturkostläden ausgewählt. Die Ergebnisse im Detail kann man sich als PDF herunter laden.