Der Artikel “Reine Geschmacksache, oder: was wir essen” im Wissenschaftsmagazins der TK fasst recht interessant zusammen, was der Geschmack aus wissenschaftlicher Sicht bedeutet. Er wurde nämlich nicht zu unserem bloßen Vergnügen entwickelt, sondern hat seinen Sinn im Dienst des Überlebens: “Sauer” regt den Appetit an, warnt aber auch vor verdorbenen Lebensmitteln. “Salzig” gibt Orientierung bei der Suche nach dem lebenswichtigen Mineralstoff Salz. “Bitter” warnt vor Giften in der Nahrung (und verbessert die Verdauung), und “süß” lässt kalorienreiche, zuckerhaltige Nahrung leichter finden. Allerdings lässt dich die Natur durch Wissen überlisten, so dass wir “sauer” auch als angenehm empfinden, wenn wir wissen, was wir da zu uns nehmen.
Die fünf Geschmacksrichtungen sind in der TCM den fünf Elementen zugeordnet, weshalb diese Küche auch “5-Elemente-Küche” heißt. Neben dem Geschmack der einzelnen Bestandteile werden noch viele andere Aspekte berücksichtigt, vor allem die Wirkung der Nahrungsmittel auf den Fluss der Körper-Energien Yin und Yang, die Jahreszeit und die Tageszeit der jeweiligen Mahlzeit. Da jeder Mensch in einer anderen, höchst individuellen Verfassung ist, kann es im Grunde keine “TCM-Küche für alle” geben. Optimal ist eine Ernährung, wenn sie der gesundheitlichen Situation des Individuums angepasst ist, die mittels verschiedener TCM-Diagnose-Verfahren ermittelt wird.
Wer trotzdem mal probieren und selber experimentieren will, findet hier einige interessante TCM-Kochrezepte und eine übersichtliche Gesamtdarstellung der TCM-Ernährungslehre.
Tabellen für die Zusammenstellung des ganz persönlichen Speiseplans bekommt man im Vital- und Wellness-Hotel ZUM KURFÜRSTEN, wenn man eines der TCM-Angebote bucht. Dabei wird man nicht nur mit der 5-Elemente-Küche verwöhnt, für Interessierte gibt es auch ein TCM-Kochkurs.