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Prävention

Leiden im schönsten Frühling: die Heuschnupfen-Saison beginnt

Kaum ist es richtig Frühling, geht das Elend wieder los: Jucken in der Nase, tränende Augen, Kopfschmerzen - jeder fünfte Erwachsene in Deutschland hat Heuschnupfen. Und es gibt kein Entkommen:  Die Pollen früh blühender Bäume und Sträucher,  Gräser-, Kräuter- und Getreidepollen trägt der Wind in die letzte Ecke.  Wer gar auf mehrere Pollenarten mit verschiedenen Blühzeiten reagiert, hat richtig Pech: im schlimmsten Fall bedeutet das Heuschnupfen von Februar bis Oktober.  Entgegen landläufiger Meinung handelt es sich nicht um eine Bagatelle: jeder dritte Pollenallergiker erkrangt irgendwann an Asthma!

Mich wundert, dass noch immer nicht klar ist, woher die Allergien eigentlich kommen. Wolkige Worte von genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren sagen nicht wirklich, was Sache ist.  Da es doppelt so viele Städter wie Landbewohner trifft, tippe ich auf einen Reinlichkeitsschaden bei der Stadtbevölkerung: ein ungeübtes Immunsystem versagt leicht gegenüber plötzlichen Überfällen aus Flora und Fauna!

Inwieweit die Psyche bei Heuschnupfen eine Rolle spielt, darüber streiten sich die Experten: Klassische Schulmediziner sehen Allergien als rein körperliche Erkrankung, Psychosomatiker und Komplementärmediziner vertreten die Psycho-These. Immerhin scheinen psychische Probleme die Allergien zu verstärken und es gilt als erwiesen, dass typische Beschwerden wie Hautrötungen, Atemnot oder Schleimhautschwellungen durch Suggestion und unter Hypnose hervorgerufen, aber auch positiv beeinflusst werden können.

Was hilft dieses Wissen dem Betroffenen? Viele scheuen die langwierige Standardtherapie, die mttels geringster Mengen Pollen eine Gewöhnung bzw. Desensibilisierung des Körpers erreichen will - ohne Garantie, denn es klappt keinesfalls immer, wie mir geplagte Freunde aus eigener Erfahrung versichern. Der Griff zu Nasenspray, Augentropfen und Antihistaminika, wenn der Anfall sich ankündigt, ist dann doch bequemer. Mittlerweile gibt es auch Tabletten, die nicht müde machen.

Wenn es auch keinen einfachen Heilungsweg gibt, so kann man sich heute doch immerhin gut informieren - z.B. im Ratgeber Allergie des STERN: Artikel zu vielen allergischen Erkrankungen, Tipps für den Alltag, ein Symtomcheck, aktuelle Therapien, der neueste Stand der Forschung - und natürlich eine Pollenflugvorhersage, die den Betroffenen zumindest ankündigt, was ihnen wann blüht.

Wem das nicht reicht, der findet auch Gelegenheit,  Fragen rund um das Thema Allergien direkt an ein Expertenteam zu stellen. Prof. Dr. med. Torsten Zuberbier, Leiter des Bereiches Allergologie am Universitätsklinikum Charité in Berlin, und sein Team beantworten häufig gestellte Fragen auf der Website, im Chat, oder persönlich per E-Mail. Für Letzteres berechnet der STERN allerdings 15 Euro Service-Gebühr.

 


Christiane Bach am 19.04.2007 • 0 Comments • 1095 Aufrufe • Permalink

Kategorien: Prävention
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