Bei Ghee handelt es sich um die geklärte Butter, der man vor allem in der ayurvedischen Medizin viele gesundheitliche Vorteile zuschreibt. Doch was kann das vermeintliche Wundermittel aus der indischen Küche tatsächlich?

Ursprünglich stammt Ghee aus Indien und Pakistan. Allerdings handelt es sich im Grunde genommen um nichts anderes als Butterschmalz. Unterschiede ergeben sich lediglich in der Gewinnung und der Philosophie. So dauert etwa die Herstellung von Ghee länger als die von Butterschmalz. Das ursprüngliche Ziel bestand darin, die Butter länger haltbar zu machen. Heute verwendet man Butterschmalz gerne zum Kochen und Braten. Ghee dagegen ist vor allem in der ayurvedischen Medizin ein vielseitig eingesetztes Mittel. Das konzentrierte Butterfett enthält weder Milcheiweiß, noch Restwasser und soll daher vor allem bei Laktoseintoleranz und Allergien sinnvoll sein.

Wie entsteht Ghee?

Um das flüssige Gold zu gewinnen, wird herkömmliche Butter zunächst unter Rühren erhitzt. Dabei verdampft das enthaltene Wasser, das Milcheiweiß schwimmt obenauf und kann entsprechend abgeschöpft werden. Das verbleibende flüssige Fett lässt man reduzieren und füllt es in sterile Gefäße um, wo es abkühlen kann.

Wie gesund ist Ghee?

Ghee ist vor allem interessant für Personen, die an Laktoseintoleranz enthalten, denn das Milcheiweiß wurde ja bei der Herstellung entfernt. Ghee besteht vorwiegend aus gesättigten Fettsäuren, die, zumindest in Maßen genossen, sehr gesund sind. Die Fettsäuren beinhalten auch die Linolsäure und trotz des Erhitzens entsteht nur wenig Acrylamid.

Man sagt dem flüssigen Gold nach, dass es Entzündungen hemmen, die Verdauung fördern und die Cholesterinwerte senken soll. Gleichzeitig soll es vorbeugend vor Krebs wirken. In der ayurvedischen Medizin nutzt man Ghee vor allem für Massagen, Bäder und das Ölziehen. Hierzulande wird Ghee meist in der Küche beim Dünsten, Braten, Kochen und Backen eingesetzt.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 07. Januar 2019 um 19:46 Uhr in Gesund leben & ernähren | 172 Aufrufe

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