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Gesund leben & ernähren

Früher essen hält schlank, doch Dicke überleben Krankheiten besser

Man könnte es fast einen SPAM-Tsunami nennen, was da seit ca. drei Wochen meine Mail-Accounts verstopft, als Anzeige auf unzähligen Webseiten auftaucht und unter vielerlei Überschriften immer wieder die eine Botschaft in die virtuelle Welt schreit: 5 bis 30 Kilo abnahmen in drei Wochen! Beworben werden hierzulande nicht zugelassene, gesundheitsschädliche Tabletten, die den Stoffwechsel erhöhen und gleichzeitig den Appetit zügeln - bereits im Mai hatte ich darüber geschrieben.

Ab und an gibt es allerdings auch seriöse Neuigkeiten rund ums Mega-Thema abnehmen: Hätten Sie zum Beispiel geglaubt, dass Adipöse, also wirklich dicke Menschen schwere Krankheiten besser überleben? Das Phänomen wurde beispielsweise in der großen Nutrition-Day-Studie mit mehr als 55.000 Patienten ermittelt, die in europäischen Krankenhäusern aufgenommen waren: Das Risiko zu sterben war bei mangelernährten Patienten doppelt so hoch wie bei Patienten mit einem normalen BMI (18,5-25). Patienten, die adipös (BMI > 25) oder stark adipös (BMI 30-35) waren, hatten im Gegensatz dazu ein um 40 Prozent geringeres Sterberisiko als Normalgewichtige. (Quelle: Oe24.at). Selbstverständlich möchten die Experten diese Ergebnisse nicht als Ermunterung, sich fett zu futtern, verstanden wissen: Übergewicht ist ein wesentlicher Risikofaktor für viele Krankheiten - dass es im Ernstfall auch schützt, wussten auch schon unsere Großmütter.

Um schlank zu bleiben oder zu werden, kommt es nicht alleine darauf an, was und wieviel man ist, sondern auch darauf, WANN man die Mahlzeiten einnimmt. Auch hier bestätigen neuere Studien den Volksmund, der schon immer empfahl: "Frühstücken wie ein König, Mittagessen wie ein Edelmann, Abendessen wie ein Bettelmann". Forscher an der Northwestern University in Chikago hatten nachtaktive Mäuse tagsüber mit besonders fettreicher Kost gefüttert – also entgegen deren innere Uhr. Die Tiere nahmen daraufhin mehr als doppelt so viel zu wie die Vergleichsgruppe, die zu ihren üblichen Fresszeiten gefüttert wurde. Bei den arhythmisch gefütterten Mäusen stieg das Gewicht innerhalb von sechs Wochen um 48 Prozent, bei der Vergleichgruppe nur um 20 Prozent. (Quelle: Apotheken-Umschau). Die Forscher nehmen an, dass die innere Uhr die Appetithormone steuert. Sie empfehlen, auf nächtliche Snacks und späte Abendessen zu verzichten, wenn man abnehmen möchte.


Christiane Bach am 04.09.2009 • 0 Comments • 2274 Aufrufe • Permalink

Kategorien: Gesund leben & ernähren
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